NDR Info Nachrichten vom 23.04.2019:

Sri Lanka: Regierung sieht Anschläge als Vergeltung

Colombo: Die Anschläge in Sri Lanka waren nach Erkenntnissen der Regierung ein Vergeltungsakt für den Anschlag auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch. Das hat das Verteidigungsministerum des Landes in Colombo mitgeteilt. In Christchurch waren Mitte März 50 Menschen getötet worden, unter ihnen vor allem Muslime. Hauptverdächtig ist ein australischer Rechtsextremist, der seitdem in Untersuchungshaft sitzt. Die Regierung in Sri Lanka hat inzwischen den Notstand ausgerufen. Die Sicherheitsbehörden haben dadurch mehr Befugnisse. In Sri Lanka gilt heute eine eintägige Staatstrauer. Dabei soll der 310 Toten gedacht werden. Die Führung des Landes macht für die Anschläge eine heimische radikal-islamische Gruppe verantwortlich.| 23.04.2019 13:00 Uhr

Nordirland: Festnahme nach Tötung von Journalistin

Belfast: Nach den tödlichen Schüssen auf eine Journalistin in Nordirland gibt es erneut eine Festnahme. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei der Verdächtigen um eine 57-jährige Frau. Zwei zuvor festgenommene Männer waren schon am Sonntag wieder freigelassen worden. Die militante Republikaner-Gruppe "Neue IRA" hat inzwischen die Verantwortung für die Tat übernommen. In einem Bekennerschreiben heißt es, die Journalistin sei tragischerweise getötet worden, während sie neben feindlichen Kräften stand. Die Tat ereignete sich vor fünf Tagen, als es in Londonderry nach einer Hausdurchsuchung zu Ausschreitungen kam.| 23.04.2019 13:00 Uhr

Affäre: Französischer Ex-Premier Fillon soll vor Gericht

Paris: Der frühere französische Premierminister Fillon muss sich möglicherweise vor Gericht verantworten. Hintergrund sind Vorwürfe der Justiz, der Ex-Regierungschef habe seine Frau und seine Kinder jahrelang als Mitarbeiter beschäftigt, ohne dass sie dafür tatsächlich gearbeitet hätten. Ein Richter ordnete nun wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder einen Prozess gegen Fillon und seine Frau an. Beide können die Entscheidung noch anfechten. Die Affäre um die Scheinbeschäftigung war im Jahr 2017 bekannt geworden, als sich Fillon um das Amt des französischen Staatspräsidenten bewarb. Bei der Wahl war er nicht über die erste Runde hinausgekommen.| 23.04.2019 13:00 Uhr