NDR Info Nachrichten vom 23.04.2019:

Notstand nach Attentaten in Sri Lanka

Colombo: Die Regierung in Sri Lanka hat nach den verheerenden Selbstmordanschlägen um Mitternacht den Notstand ausgerufen. In einer Erklärung hieß es, Staatspräsident Sirisena wolle damit die öffentliche Sicherheit und Ordnung bewahren und die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Die Sicherheitsbehörden erhalten durch die Bestimmungen erweiterte Befugnisse, unter anderem für Durchsuchungen und Festnahmen. Unterdessen gehen die Ermittlungen nach den Hintergründen der Tat weiter. Die Staatsführung geht davon aus, dass eine lokale radikal-islamische Gruppe für die Anschläge verantwortlich ist. Sie setzte ein dreiköpfiges Untersuchungsteam ein. Interpol will ebenfalls Experten entsenden. Bei insgesamt acht Explosionen in Kirchen und Hotels waren am Ostersonntag mindestens 310 Menschen getötet und mehr als 500 weitere verletzt worden.| 23.04.2019 08:15 Uhr

New IRA bekennt sich zu Tötung von Journalistin

Dublin: Die militante Republikaner-Gruppe Neue IRA hat sich zu dem tödlichen Schuss auf eine Journalistin in Nordirland bekannt. In einem in der Zeitung "The Irish News" veröffentlichten Bekennerschreiben heißt es, die 29-Jährige sei tragischerweise getötet worden, als sie an der Seite feindlicher Kräfte gestanden habe. Sie bitte Angehörige und Freunde des Opfers aufrichtig um Entschuldigung, erklärte die Gruppe demnach. Die Journalistin war vor fünf Tagen bei gewaltsamen Ausschreitungen in der nordirischen Stadt Londonderry erschossen worden. Sie befand sich in einer Menschengruppe in der Nähe von Polizeifahrzeugen, als sie von einer Kugel am Kopf getroffen wurde. Die Ermittler gehen von einem Terrorakt aus.| 23.04.2019 08:15 Uhr

Widerstand gegen Erdöl-Sanktionen gegen Iran

Washington: Die angekündigte Verschärfung der US-Sanktionen gegen die iranische Ölindustrie stößt zunehmend auf Widerstand. Nach der Türkei hat auch China angekündigt, seine Erdöl-Importe aus dem Iran nicht auszusetzen. Die Regierung in Peking erklärte, sie lehne die US-Praxis ab, die eigene Gesetzgebung anderen Staaten aufzuzwingen. Das Weiße Haus will Anfang Mai die Ausnahmeregeln für Sanktionen gegen iranische Exporte beenden. Sie hatten China, der Türkei und sechs weiteren Ländern erlaubt, Öl aus dem Iran zu kaufen. Staaten, die gegen die Handelssperre verstoßen, droht Washington mit Strafen. US-Präsident Trump will damit den Iran unter anderem zu Neuverhandlungen über ein strengeres internationales Atomabkommen zwingen.| 23.04.2019 08:15 Uhr

Lebenserwartung der Deutschen steigt

Rostock: Die Lebenserwartung der Deutschen steigt weiter an. Das geht nach Informationen des "Redaktionsnetzwerk Deutschland" aus einer Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung hervor. Mehr als drei Viertel der 2019 geborenen Mädchen wird demnach mindestens 90 Jahre alt werden, gut ein Drittel sogar 100. Bei den neugeborenen Jungen werden den Forschern zufolge knapp 60 Prozent 90 Jahre oder älter werden. Auch die Lebenserwartung der älteren Generation steigt der Studie zufolge an.| 23.04.2019 08:15 Uhr