NDR Info Nachrichten vom 19.04.2019:

Überlebende des Busunglücks werden ausgeflogen

Funchal: Die meisten Verletzten des Busunglücks auf Madeira sollen morgen zurück nach Deutschland gebracht werden. Das hat Portugals Präsident Rebelo de Sousa nach einem Krankenhausbesuch in der Inselhauptstadt Funchal bestätigt. Dort wurden noch 16 Verletzte behandelt, unter ihnen 14 Deutsche sowie der portugiesische Fahrer und die Reiseleiterin. Zum Gedenken an die Opfer fand in Funchal eine Trauerfeier mit Überlebenden, Angehörigen und dem portugiesischen Präsidenten statt. Er hatte zuvor den Unfallort besucht und dort einen Kranz niedergelegt. Der Reisebus war vor zwei Tagen in einer Kurve von der Straße abgekommen und einen Hang hinuntergestürzt. Die Ursache ist noch unklar. 29 Menschen kamen ums Leben.| 19.04.2019 22:00 Uhr

Attentäter Amri war offenbar Teil von IS-Netzwerk

Berlin: Der Attentäter vom Breitscheidplatz, Anis Amri, war laut "Spiegel" Teil eines europaweiten Dschihadistennetzwerks. Demnach reichten seine Verbindungen bis zu Hintermännern der Anschläge von Paris im Jahr 2015. Nach Überzeugung der Ermittler habe Amri mehrfach Terrorpläne mit anderen Anhängern der Terrororganisation IS geschmiedet, schreibt das Magazin. Das habe die Überwachung von Gesprächen eines inhaftierten französischen Terrorverdächtigen ergeben. Der "Spiegel" beruft sich auf Unterlagen des Generalbundesanwalts und des Bundeskriminalamts. Amri war im Dezember 2016 mit einem Lkw in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gerast. Dabei wurden zwölf Menschen getötet.| 19.04.2019 22:00 Uhr

US-Demokraten wollen ungeschwärzten Mueller-Bericht

Washington: Nach der Veröffentlichung des Berichts von US-Sonderermittler Mueller zur Russland-Affäre wollen die Demokraten die Untersuchungen gegen Präsident Trump vorantreiben. Der Vorsitzende des Justizausschusses im Repräsentantenhaus, Nadler, forderte unter Strafandrohung bis zum 1. Mai den gesamten Bericht ohne Schwärzungen an. Das Gremium will auch Mueller so schnell wie möglich anhören. Der Sonderermittler hatte fast zwei Jahre lang untersucht, ob das Trump-Wahlkampflager geheime Absprachen mit Russland getroffen und ob Trump die Ermittlungen zu der Affäre behindert hat. Laut dem Bericht gab es zahlreiche Kontakte zwischen Trumps Team und Vertretern Russlands, aber keine Beweise für eine Straftat. Ob sich Trump der Justizbehinderung schuldig gemacht hat, lässt der Bericht offen.| 19.04.2019 22:00 Uhr