NDR Info Nachrichten vom 17.04.2019:

Macron will Notre-Dame zu nationalem Projekt machen

Paris: Die französische Regierung berät heute über den Wiederaufbau der Kathedrale Notre-Dame. Präsident Macron sagte gestern Abend in einer Fernsehansprache, die durch einen Brand beschädigte Kirche solle noch schöner werden als zuvor und das innerhalb von fünf Jahren. Es liege nun an den Franzosen, aus der Katastrophe ein nationales Projekt und eine Gelegenheit zum Zusammenhalt zu machen. Auch aus dem Ausland wurde Hilfe zugesagt. Experten bezweifeln allerdings, dass es genügend Fachkräfte für die Arbeiten gibt. Der Vorsitzende der Vereinigung der Europäischen Dombaumeister, Zehetner, sagte dem österreichischen Magazin "Trend", dies sei ein Riesenproblem. Die handwerklichen Fähigkeiten seien zu dünn gesät, um einen raschen Wiederaufbau zu ermöglichen.| 17.04.2019 06:45 Uhr

Kabinett will Abschiebungen beschleunigen

Berlin: Bundesinnenminister Seehofer will Ausländer ohne Bleiberecht leichter aus Deutschland abschieben können. Über seinen Gesetzentwurf berät heute das Kabinett. Vorgesehen ist unter anderem, einen neuen Status für Personen mit ungeklärter Identität einzuführen. Wer falsche Angaben macht oder nicht dazu beiträgt, einen Pass seines Herkunftslandes zu erhalten, soll strenge Wohnsitzauflagen und ein Arbeitsverbot bekommen. Um zu verhindern, dass abgelehnte Asylbewerber untertauchen, will Seehofer sie leichter in sogenannten Ausreise-Gewahrsam nehmen lassen oder Abschiebehaft verhängen können. Außerdem entscheidet die Bundesregierung über einen Gesetzentwurf von Arbeitsminister Heil. Unter anderem sollen arbeitswillige Flüchtlinge leichter Zugang zu Integrationskursen und Sprachförderung erhalten.| 17.04.2019 06:45 Uhr

Venezuela: Rotes Kreuz verteilt erste Hilfsgüter

Caracas: Das Internationale Rote Kreuz hat in Venezuela erste Hilfsgüter verteilt. Mitarbeiter brachten unter anderem Trinkwasser in verschiedene Viertel der Hauptstadt. Zuvor war ein Flugzeug mit Medikamenten und Stromgeneratoren an Bord auf dem Flughafen von Caracas gelandet. Erst kürzlich erklärte sich Präsident Maduro nach langer Weigerung bereit, die Hilfe zuzulassen. Oppositionsführer Guaidó hatte im Februar versucht, Hilfsgüter aus dem Nachbarland Kolumbien nach Venezuela zu schaffen. Allerdings stoppten Sicherheitskräfte die Lastwagen auf Maduros Befehl hin an der Grenze.| 17.04.2019 06:45 Uhr