NDR Info Nachrichten vom 16.04.2019:

Notre-Dame: Feuer zerstört Teile der Kathedrale

Paris: Ein Feuer hat die weltberühmte Kathedrale von Notre Dame weitgehend zerstört. Nach Angaben der Einsatzkräfte ist das meistbesuchte Wahrzeichen der französischen Hauptstadt fast vollständig ausgebrannt. Mittlerweile hat die Feuerwehr die Lage unter Kontrolle. Es müssten nur noch letzte Glutnester gelöscht werden. Warum das Feuer am Abend ausbrach, ist weiter unklar. Der Spitzturm der Kirche stürzte ein und zerstörte den Dachstuhl. Zahlreiche Kunstschätze könnten für immer verloren sein. Präsident Macron dankte in der Nacht den Feuerwehrleuten für ihre stundenlange Arbeit. Dank der Einsatzkräfte seien die Fassade und die beiden Haupttürme der Kathedrale gerettet worden. Macron kündigte an, Notre-Dame wieder aufzubauen. Erste Spendenaktionen laufen bereits. Ein französischer Unternehmer sagte 100 Millionen Euro zu. Die Vereinten Nationen wollen den Wiederaufbau unterstützen.| 16.04.2019 07:45 Uhr

Notre-Dame: Mitgefühl aus aller Welt

Berlin: Staats- und Regierungschefs in aller Welt haben Frankreich nach dem Kirchenbrand ihr Mitgefühl ausgesprochen und Unterstützung versprochen. Bundeskanzlerin Merkel sagte, die schrecklichen Bilder zu sehen, tue ihr weh. Notre-Dame sei nicht nur ein Symbol Frankreichs, sondern der europäischen Kultur. US-Präsident Trump sprach von einem der größten Schätze der Welt. Auch der Vatikan zeigte sich schockiert. Notre-Dame gehört zum Welterbe der UNESCO und ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt. Jedes Jahr besuchen zwischen zwölf und 14 Millionen Menschen die Kathedrale. | 16.04.2019 07:45 Uhr

Bedford-Strohm: Sterbehilfe-Verbot richtig

Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht verhandelt von heute an über das Verbot organisierter Sterbehilfe. Es geht um sechs Verfassungsklagen von Ärzten, Sterbehilfe-Vereinen und schwer erkrankten Einzelpersonen. Sie sehen Grundrechte wie die Berufsfreiheit und das Persönlichkeitsrecht verletzt. Ein Urteil wird in einigen Monaten erwartet. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, sprach sich auf NDR Info dafür aus, das Verbot beizubehalten. Es müsse ein Tabu bleiben, das Leben eines Menschen aktiv zu beenden. Anderenfalls bestehe zum Beispiel die Gefahr, dass alte Menschen, die sich nicht mehr nützlich fühlten, Druck verspürten, ihr Leben zu beenden. Die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ war 2015 unter Strafe gestellt worden - ob kommerziell motiviert oder nicht. Dabei geht es darum, Sterbewilligen beispielsweise ein tödlich wirkendes Mittel zu überlassen. Es selbst zu verabreichen war auch schon vor 2015 verboten.| 16.04.2019 07:45 Uhr