NDR Info Nachrichten vom 09.04.2019:

Brexit-Gespräche mit Opposition verschoben

London: Die britische Regierung hat ihre Brexit-Gespräche mit der Opposition vorerst unterbrochen. Ein Sprecher sagte, das nächste Treffen mit Labour-Vertretern solle am Donnerstag stattfinden, wenn die EU ihren Beschluss gefasst habe. Beide Seiten arbeiteten hart daran, einen Weg nach vorne zu finden. Premierministerin May hat in Brüssel eine erneute Verschiebung des Brexit bis zum 30. Juni beantragt. Dem müssten alle anderen 27 EU-Staaten auf dem morgigen Sondergipfel zustimmen. Kommt es zu keiner Einigung, würde Großbritannien die Europäische Union am Freitag ohne Austrittsvertrag verlassen. Deutschland und Frankreich haben aber bereits deutlich gemacht, dass sie für eine Verlängerung offen sind. Kanzlerin Merkel hält eine Verschiebung des Brexit bis Anfang kommenden Jahres für möglich. Entsprechend äußerte sie sich nach Angaben von Teilnehmern in einer Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag.| 09.04.2019 20:00 Uhr

Grundsteuerreform: Scholz legt Konzept vor

Berlin: Bundesfinanzminister Scholz hat einen Gesetzentwurf zur Neuregelung der Grundsteuer auf Immobilien vorgestellt. Scholz sagte, das Modell orientiere sich an der tatsächlichen Wertentwicklung der Gründstücke. Die Reform sei bürgerfreundlich und nicht übermäßig bürokratisch. Das Bundesverfassungsgericht hatte wegen veralteter Bemessungswerte eine Neuregelung gefordert und dafür eine Frist bis Ende 2019 gesetzt. Bislang richtet sich die Steuer nach den Grundstückswerten von 1935 im Osten und 1964 im Westen. Die Neuberechnung soll erstmals ab 2025 gelten. Als Bemessungsgrundlage werden dem Entwurf zufolge jetzt vor allem der Wert des Bodens und die durchschnittlich gezahlten Mieten an einem Standort dienen. Die Union lehnt die Pläne ab.| 09.04.2019 20:00 Uhr

Wissenschaftler: Dieselfahrverbote wenig sinnvoll

Halle: Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält Dieselfahrverbote für wenig sinnvoll. Kurzfristige und kleinräumige Beschränkungen seien ineffektiv, weil sie zu einer Verkehrsverlagerung in andere Stadtgebiete führen, betonten die Forscher. Sie forderten aber, die Verschmutzung der Luft weiter zu reduzieren. Dabei solle sich die Politik allerdings weniger auf Stickoxide, sondern mehr auf Feinstaub konzentrieren. Feinstaub sei deutlich gesundheitsschädlicher. Mit Blick auf Dieselfahrverbote hatte Bundeskanzlerin Merkel die Wissenschaftler der Leopoldina gebeten, sich mit den Gefahren durch Stickoxide zu beschäftigen.| 09.04.2019 20:00 Uhr

Bremen fahrradfreundlichste Großstadt

Berlin: Die fahrradfreundlichste deutsche Großstadt ist nach einer ADFC-Umfrage Bremen. Auf Platz zwei folgt in dieser Kategorie Hannover. Einen weiteren Sieger aus dem Norden gab es unter den Städten bis 200.000 Einwohnern. Hier belegte Göttingen bei der Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs den ersten Rang. Oldenburg landete auf Platz drei. Bei Städten bis 100.000 Einwohnern wurde Nordhorn zweiter. Niedersachsen ist demnach insgesamt das fahrradfreundlichste Bundesland vor Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Dem ADFC zufolge gaben viele Radfahrer an, sie fühlten sich auf den Straßen immer unsicherer. Die Umfrage ist nicht repräsentativ.| 09.04.2019 20:00 Uhr

Israel: Parlamentswahl geht zuende

Jerusalem: Bei der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Regierungschef Netanjahu und seinem Herausforderer Gantz ab. In letzten Umfragen lagen Netanjahus rechte Likud-Partei und das Bündnis des ehemaligen Militärchefs nahezu gleichauf. Die Wahllokale schließen in einer Stunde, direkt danach werden erste Prognosen erwartet.| 09.04.2019 20:00 Uhr