NDR Info Nachrichten vom 08.04.2019:

Union und FDP lehnen Enteignungen ab

Berlin: Führende Politiker von Union und FDP lehnen es strikt ab, Wohnungskonzerne zu enteignen. CSU-Landesgruppenchef Dobrindt sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, "enteignen statt bauen" schaffe nur neue soziale Ungerechtigkeiten und stelle den gesellschaftlichen Frieden in Frage. Der Wohnbau-Experte der Unionsfraktion, Wegner, erklärte in der "Augsburger Allgemeinen", für mehr Wohnungen müsse schlicht mehr gebaut werden. Der CDU-Politiker forderte deshalb, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und Baukosten zu senken. FDP-Chef Lindner sagte der "Rheinischen Post", gegen steigende Mieten würden keine DDR-Ideen helfen. Lindner reagierte damit auf Äußerungen von Grünen-Chef Habeck. Dieser hatte sich in der ARD noch einmal für Enteignungen als letztes Mittel ausgesprochen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.| 08.04.2019 06:45 Uhr

Pompeo: General Haftar muss Offensive stoppen

Washington: Die USA haben den abtrünnigen libyschen General Haftar aufgefordert, die Militär-Offensive auf die Hauptstadt Tripolis zu stoppen. Außenminister Pompeo erklärte, alle beteiligten Parteien müssten die Lage deeskalieren. Washington setze sich weiter mit den internationalen Partnern dafür ein, dass in Libyen politische Verhandlungen unter UN-Vermittlung geführt werden. Haftar versucht seit Tagen, mit seinen Truppen auf Tripolis vorzurücken. Russland blockierte im UN-Sicherheitsrat eine Erklärung, mit der der General zum Ende des Vormarsches aufgefordert werden sollte. Laut Diplomaten beharrt Moskau darauf, dass alle Konfliktparteien zur Einstellung der Kämpfe aufgerufen werden.| 08.04.2019 06:45 Uhr

"Fridays for Future" stellen Forderungen vor

Berlin: Deutsche Vertreter der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" wollen heute ihre Grundsatzforderungen vorstellen. Vorab hieß es, die Forderungen sollen dazu beitragen, die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Die Vereinbarung von 2015 sieht vor, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Seit Monaten gehen jeden Freitag Schüler, Studierende und Auszubildende auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Angestoßen wurden die weltweiten Kundgebungen von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg.| 08.04.2019 06:45 Uhr