NDR Info Nachrichten vom 04.04.2019:

Brexit: Timmermanns fordert rasche Einigung

Brüssel: Die EU-Kommission hat die britische Regierung aufgerufen, gemeinsam mit der Opposition eine Lösung im Brexit-Streit zu finden. Kommissions-Vize Timmermanns sagte der Zeitung "Die Welt", eine Einigung sei äußerst wichtig, um den Austrittsvertrag doch noch zu verabschieden. Erste Beratungen zwischen Premierministerin May und Oppositionschef Corbyn waren ergebnislos beendet worden. Sie sollen heute fortgesetzt werden. Das Unterhaus in London erhöhte am späten Abend den Druck auf May. Die Abgeordneten beschlossen einen Gesetzentwurf, der die Regierung zu einer Verschiebung des Austrittsdatums über den 12. April hinaus zwingen soll. Ziel ist es, einen harten Brexit zu verhindern.| 04.04.2019 03:00 Uhr

Datenpanne: Facebook-Infos frei zugänglich

San Francisco: Bei Facebook hat es erneut eine Datenpanne gegeben. Eine IT-Sicherheitsfirma teilte mit, dass auf Servern von Amazon rund 540 Millionen Datensätze öffentlich zugänglich gewesen seien. Demnach hatten zwei App-Entwickler dort unter anderem Zugangsdaten wie E-Mail-Adressen und Passwörter abgelegt. Facebook erklärte, es sei verboten, Nutzerinformationen ungeschützt zu speichern. Nach einem Hinweis habe man zusammen mit Amazon die Daten gelöscht.| 04.04.2019 03:00 Uhr

Gesetzespläne: Merkel berät mit Ministern

Berlin: Die Spitzen der Großen Koalition haben am Abend über umstrittene Gesetzespläne in der Migrationspolitik beraten. Unter anderem ging es um das Fachkräftezuwanderungsgesetz und um Regelungen zur Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern. An dem Treffen nahmen unter anderem Kanzlerin Merkel, Innenminister Seehofer sowie Finanzminister Scholz und Justizministerin Barley teil. Nach mehrstündigen Beratungen hieß es, es gebe deutliche Fortschritte, aber noch keinen Durchbruch.| 04.04.2019 03:00 Uhr

Neue Vorwürfe: Haftbefehl gegen Ghosn

Tokio: Die japanische Justiz hat erneut einen Haftbefehl gegen den früheren Automanager Ghosn erlassen. Das bestätigte der Anwalt des 65-Jährigen. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, dass die Staatsanwaltschaft neue Vorwürfe gegen ihn erhebe. Dabei gehe es um fragliche Zahlungen an einen Geschäftspartner in Oman. Ghosn war erst vor einem Monat gegen Kaution aus der Untersuchungshaft in Tokio entlassen worden. Dem früheren Nissan-Chef wurde zur Last gelegt, jahrelang zu niedrige Einkünfte angegeben und persönliche Verluste auf den Konzern übertragen zu haben. Der Manager bestreitet die Vorwürfe.| 04.04.2019 03:00 Uhr