NDR Info Nachrichten vom 04.04.2019:

London: Unterhaus will Brexit-Aufschub

London: Das britische Unterhaus hat sich für eine Brexit-Verschiebung ausgesprochen. Eine knappe Mehrheit der Abgeordneten billigte einen Vorschlag, der die Regierung zu einem späteren Termin für den EU-Austritt verpflichtet. Die Regelung muss noch das Oberhaus durchlaufen. Auch Premierminister May hatte angekündigt, dass sie die EU um ein späteres Austrittsdatum als den 12. April bitten wird. Um doch noch eine Mehrheit für ihr Brexit-Abkommen zu erreichen, hatte sie gestern Abend mit Oppositionsführer Corbyn beraten. Dieser sprach im Anschluss von einem nützlichen, aber ergebnislosen Treffen.| 04.04.2019 01:00 Uhr

Stoltenberg: NATO muss Einigkeit zeigen

Washington: Zum 70. Gründungstag der NATO hat ihr Generalsekretär Stoltenberg zur Geschlossenheit der Bündnispartner aufgerufen. Die Nato werde mehr denn je gebraucht, sagte Stoltenberg in einer Rede vor dem US-Kongress in Washington. Das Bündnis sei gut für Europa, aber auch für die USA. Stoltenberg stellte sich außerdem hinter die Forderung von US-Präsident Trump nach höheren Rüstungs-Ausgaben der Nato-Staaten. Unter anderem über dieses Thema wollen heute die Außenminister der Bündnisländer in Washington sprechen. Der deutsche Ressortchef Maas sagte im Vorfeld, Deutschland sei ein verlässlicher Partner und stehe zu seiner Zusage, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen.| 04.04.2019 01:00 Uhr

Sea-Eye: Mehr als 60 Migranten gerettet

Rom: Die deutsche Hilfsorganisation "Sea-Eye" hat vor der libyschen Mittelmeerküste nach eigenen Angaben mehr als 60 Migranten an Bord eines Rettungsschiffes genommen. Aktivisten hätten am Vormittag über eine eigens dafür eingerichtete Hotline für Flüchtlinge einen Notruf erhalten, erklärte die Organisation. Wo die aufgenommenen Flüchtlinge an Land gehen können, ist unklar. Italiens Innenminister Salvini sagte, Sea-Eye solle sich an Deutschland wenden.| 04.04.2019 01:00 Uhr