NDR Info Nachrichten vom 02.04.2019:

May will EU um neue Fristverlängerung bitten

London: Die britische Premierministerin May will die EU um eine weitere kurze Verlängerung der Frist für den Brexit bitten. Das teilte May nach einer siebenstündigen Kabinettssitzung mit. Der neue Termin soll demnach vor dem 22. Mai liegen, damit Großbritannien nicht an der Europawahl teilnehmen muss. Um eine Lösung im Brexit-Streit zu finden, will die Premierministerin Gespräche mit der oppositionellen Labour-Partei führen. May sagte, der gemeinsame Plan solle dann in der kommenden Woche den anderen EU-Staaten vorgelegt werden. Das Unterhaus hatte gestern wieder mehrere Alternativ-Vorschläge zum Brexit-Abkommen abgelehnt. Am Freitag hatte das Parlament auch den eigentlichen Vertrag mit Brüssel durchfallen lassen - zum dritten Mal. Im Moment ist der Brexit für den 12. April geplant.| 02.04.2019 21:00 Uhr

Nahles: Grindel Rücktritt ist konsequent

Berlin: Die SPD-Vorsitzende Nahles hat den Rücktritt von Reinhard Grindel als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes begrüßt. Nahles sprach von einem konsequenten Schritt. Sie hoffe, dass der Deutsche Fußball-Bund selbstkritisch auf die eigenen Fehler schaue. Die Grünen-Vorsitzende Baerbock sagte, der Wechsel an der DFB-Spitze müsse auch Zeichen für eine inhaltliche Erneuerung sein. So sollten Spieltage nicht weiter zerteilt werden. Grindel hatte am Nachmittag seinen Rücktritt erklärt. Der 57-Jährige sagte, er sei tief erschüttert, dass er wegen der Annahme einer Luxusuhr seine Funktion als DFB-Präsident aufgeben müsse. Er habe den Wert der Uhr falsch eingeschätzt. Es habe aus seiner Sicht auch kein Interessenskonflikt bestanden. Grindel war auch wegen fragwürdiger Zusatzeinkünfte in die Kritik geraten. Wer sein Nachfolger an der DFB-Spitze wird, soll bis September geklärt werden.| 02.04.2019 21:00 Uhr

Seehofer: Deutschland eines der sichersten Länder

Berlin: Deutschland ist nach den Worten von Bundesinnenminister Seehofer eines der sichersten Länder der Welt. Die Zahl der Straftaten sei auf den niedrigsten Wert seit 1992 gesunken, sagte Seehofer bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr. Insgesamt gab es demnach rund 5,6 Millionen Straftaten. Vor allem Diebstahldelikte und Wohnungseinbrüche seien zurückgegangen. Fast 57 Prozent der Fälle habe die Polizei aufgeklärt. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Fiedler, kritisierte, dass die Statistik nicht die tatsächliche Lage abbilde. Der Bericht beleuchte nur die Fälle, die die Polizei im vergangenen Jahr zu Ende bearbeitet habe, sagte Fiedler dem Sender phoenix. Zahlreiche Gefahrensachverhalte würden fehlen.| 02.04.2019 21:00 Uhr