NDR Info Nachrichten vom 02.04.2019:

Brexit-Chaos: Unterhaus lehnt Alternativpläne ab

London: In der Brexit-Krise hat das britische Unterhaus erneut keine Einigung erzielt. Keiner der vier vorgelegten Vorschläge zum EU-Austritt erhielt eine Mehrheit. In den Anträgen ging es um Alternativen zum Konzept von Premierministerin May. Weder der Vorschlag einer Zollunion mit der EU, noch die Forderung nach einem zweiten Referendum fand genügend Zustimmung. Am Freitag hatte das Unterhaus den von May ausgehandelten Brexit-Vertrag zum dritten Mal durchfallen lassen. Damit ist fast drei Jahre nach dem Brexit-Volksentscheid noch immer unklar, wie Großbritannien die EU verlassen will. Findet London keine Lösung, droht am 12. April ein Austritt ohne Abkommen.| 02.04.2019 03:00 Uhr

NOZ: Mehr als 800 Angriffe auf Muslime und Moscheen

Berlin: Im vergangenen Jahr haben die deutschen Sicherheitsbehörden mehr als 800 Angriffe auf Muslime und Moscheen registriert. Dabei sind nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" 54 Menschen verletzt worden - deutlich mehr als 2017. In fast allen Fällen vermuten die Behörden Rechtsextremisten als Täter. Insgesamt ist die Zahl islamfeindlicher Straftaten im Vergleich zum Vorjahr laut Bericht aber zurückgegangen. Die Zeitung beruft sich auf Daten des Bundesinnenministeriums. Die Linksfraktion hatte die Zahlen angefragt.| 02.04.2019 03:00 Uhr

Zeitung: Böhmermann verklagt Merkel

Berlin: Im Zusammenhang mit seinem umstrittenen Erdogan-Gedicht hat der Satiriker Jan Böhmermann einem Medienbericht zufolge Kanzlerin Merkel verklagt. Nach Informationen des "Tagesspiegel" wird das Berliner Verwaltungsgericht in zwei Wochen über die entsprechende Unterlassungsklage gegen das Kanzleramt verhandeln. Böhmermann verlangt demnach, dass Merkel ihre Äußerungen zu dem Schmähgedicht aus dem Jahr 2016 öffentlich zurücknimmt. Merkel hatte das Gedicht über den türkischen Staatschef als "bewusst verletzend" bezeichnet. Böhmermanns Anwalt wertet dies als öffentliche Vorverurteilung. Die umstrittenen Verse hatten heftige Reaktionen ausgelöst und das deutsch-türkische Verhältnis lange belastet.| 02.04.2019 03:00 Uhr

Boeing: Probleme beim Update für 737 Max-Modelle

Washington: Das Flugverbot für Boeing-Maschinen des Typs "737 Max" wird offenbar noch mehrere Wochen gelten. Laut US-Luftfahrtbehörde braucht der Konzern für das geforderte Sicherheitsupdate mehr Zeit als erwartet. Ursprünglich sollte es bereits vergangene Woche vorliegen. Weltweit müssen derzeit alle Boeing 737 Max am Boden bleiben, nachdem in Äthiopien und Indonesien zwei Passagiermaschinen dieses Typs abgestürzt waren. In beiden Fällen gilt das Steuerungssystem als mögliche Unglücksursache.| 02.04.2019 03:00 Uhr