NDR Info Nachrichten vom 01.04.2019:

Organspenden: Spahn stellt neuen Entwurf vor

Berlin: Bundesgesundheitsminister Spahn und SPD-Fraktionsvize Lauterbach haben einen gemeinsamen Gesetzentwurf zur Neuregelung von Organspenden vorgelegt. Dieser sieht vor, dass künftig jeder als Organspender gilt, der sich nicht ausdrücklich dagegen ausgesprochen hat. Nach dem Tod des Betroffenen können auch Angehörige Widerspruch einlegen. Spahn erklärte, eine neue Regelung sei nötig, da bisherige Gesetze nicht den gewünschten Erfolg gebracht hätten. Lauterbach gab an, dass in Deutschland jedes Jahr etwa 2.000 Menschen sterben, weil kein Spenderorgan zur Verfügung gestanden habe. Ärztepräsident Montgomery warb dagegen auf NDR Info für eine Lösung, nach der verbindliche regelmäßige Befragungen der Bürger und ein bundesweites Online-Register eingeführt werden sollen.| 01.04.2019 14:45 Uhr

Selenski führt bei Präsidentenwahl in Ukraine

Kiew: Der Komiker und politische Quereinsteiger Selenski hat gute Chancen, den ukrainischen Präsidenten Poroschenko abzulösen. In der ersten Runde der Präsidentenwahl erhielt Selenski die meisten Stimmen. Nach Auszählung von etwa 70 Prozent der Wahlzettel kommt er auf 30 Prozent. Für Poroschenko votierten 16 bis 17 Prozent der Abstimmenden. Julia Timoschenko liegt mit 13 Prozent auf dem dritten Platz. Damit kommt es wahrscheinlich in drei Wochen zu einer Stichwahl zwischen Selenski und Poroschenko. Selenski ist den meisten Ukrainern aus einer Polit-Fernsehserie bekannt. Zu seinen politischen Zielen hat er sich kaum geäußert.| 01.04.2019 14:45 Uhr

Brexit: Unterhaus startet neuen Abstimmungsmarathon

London: Das britische Parlament sucht weiter nach Alternativen zum Brexit-Kurs von Premierministerin May. Zunächst debattieren die Abgeordneten am Nachmittag über die verschiedenen Optionen. Am Abend wollen sie dann darüber abstimmen. Bei der ersten Runde am vergangenen Mittwoch hatte es für keinen der acht Vorschläge eine Mehrheit gegeben. Sollte es auch heute kein klares Votum geben, droht ein Brexit ohne Abkommen am 12. April. Ursprünglich wollte Großbritannien schon am 29. März aus der EU austreten.| 01.04.2019 14:45 Uhr