NDR Info Nachrichten vom 20.03.2019:

Kabinett bringt Haushalt auf den Weg

Berlin: Die Regierung hat den Bundeshaushalt für das kommende Jahr auf den Weg gebracht, der zum siebten Mal in Folge ohne neue Schulden auskommen soll. In dem Etatentwurf von Finanzminister Scholz sind Ausgaben von knapp 363 Milliarden Euro vorgesehen. Das sind 1,7 Prozent mehr als in diesem Jahr. Scholz mahnte seine Ressortkollegen zu einer verstärkten Haushaltsdisziplin. Ein Etat ohne neue Schulden sei etwa angesichts von Konjunkturrisiken keine Selbstverständlichkeit. Die Minsterrunde setzte auf ihrer Sitzung auch das sogenannte Klimakabinett ein. Das neue Gremium soll die rechtlich verbindliche Umsetzung der deutschen Klimaziele für 2030 vorbereiten.| 20.03.2019 12:15 Uhr

Bayer-Aktie stürzt nach Glyphosat-Urteil ab

Frankfurt am Main: Die Aktie der Bayer AG ist nach dem neuen Glyphosat-Urteil in den USA eingebrochen. Das Papier des Chemie- und Pharmakonzerns gab zu Börsenbeginn um mehr als zehn Prozent nach. Zuvor hatte ein Bundesgericht in San Francisco festgestellt, dass das Pflanzengift "Roundup" der Bayer-Tochter Monsanto wesentlich zur Krebserkrankung eines Klägers beigetragen hat. Der Mann hatte das glyphosathaltige Mittel jahrelang in seinem Garten verwendet. Er leidet an Lymphdrüsenkrebs. Der Prozess ist damit noch nicht beendet. In einer zweiten Phase muss nun geklärt werden, ob Monsanto dem Kläger Schadenersatz zahlen muss. Dies könnte weitreichende Auswirkungen haben: In den USA haben mehr als 11.000 Menschen, die an Krebs erkrankt sind, Monsanto verklagt.| 20.03.2019 12:15 Uhr

Neuer Staatschef in Kasachstan

Astana: Kasachstan hat mit Kassym-Schomart Tokajew einen neuen Präsidenten. Er legte vor beiden Kammern des Parlaments seinen Amtseid ab. In einer ersten Rede vor den Abgeordneten bedankte er sich bei seinem Vorgänger Nasarbajew. Dieser war gestern nach mehr als 30 Jahren von seinem Amt zurückgetreten. Nasarbajew bleibt aber weiter Chef des nationalen Sicherheitsrats und der Regierungspartei. Tokajew lobte, dass die Macht im Land ohne Konflikte übertragen worden ist. Zugleich schlug er vor, die Hauptstadt Astana nach dem Vornamen seines Amtsvorgängers in "Nursultan" umzubennen.| 20.03.2019 12:15 Uhr

Verfahren um Millionenklage von Gustl Mollath

München: Vor dem Landgericht hat der Zivilprozess über eine Millionenklage des jahrelang gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebrachten Gustl Mollath begonnen. Der 62-Jährige verlangt vom Freistaat Bayern 1,8 Millionen Euro unter anderem für Verdienstausfälle und Schmerzensgeld. Der Freistaat hatte ihm nach seiner Entlassung aus der Psychiatrie 70.000 Euro gezahlt, sieht aber keine weitergehenden Ansprüche. Mollath war in einem Rechtsstreit mit seiner Exfrau wegen Wahnvorstellungen zwangseingewiesen worden und verbrachte über sieben Jahre in der Psychiatrie. Er hatte von illegalen Geldgeschäften seiner Frau für eine Großbank berichtet. Später stellte sich heraus, dass die Vorwürfe im Kern zutrafen.| 20.03.2019 12:15 Uhr