NDR Info Nachrichten vom 20.03.2019:

Erneute Schlappe für Monsanto in Glyphosat-Prozess

San Franciso: Im Streit über mögliche Krebsrisiken des Pflanzengifts Glyphosat hat das US-Unternehmen Monsanto einen wichtigen Teil-Prozess in den USA verloren. Ein Kläger aus Kalifornien hat vor Gericht nachweisen können, dass Glyphosat wesentlich zu seiner Krebserkrankung beigetragen hat. Der 70-Jährige hatte auf seinem Grundstück 25 Jahre lang das Pflanzenvernichtungsmittel "Roundup" verwendet und leidet an Lymphdrüsenkrebs. Die Entscheidung der Jury fiel einstimmig. Damit geht der Prozess nun in eine zweite Phase, in der geklärt werden muss, ob der US-Konzern Risiken von Glyphosat verschleiert hat und Schadenersatz zahlen muss. Das Verfahren gilt als hochbrisant, da es als richtungsweisend gilt. In den USA haben mehr als 11.000 Menschen, die an Krebs erkrankt sind, Monsanto verklagt.| 20.03.2019 06:45 Uhr

DIHK: Haushalts-Eckwerte unzureichend

Berlin: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat die Eckwerte für den nächsten Bundeshaushalt als unzureichend kritisiert. Von der Vorlage gehe nicht die erhoffte Signalwirkung für den Wirtschaftsstandort Deutschland aus, sagte DIHK-Präsident Schweitzer der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es reiche nicht, dass der Bund ohne neue Schulden auskommen wolle. Vielmehr müssten Investitionsbremsen gelöst werden - und zwar insbesondere durch Senkung der Steuersätze und bessere Abschreibungsbedingungen. Finanzminister Scholz stellt die Eckwerte des Bundeshaushalts am Mittag offiziell vor.| 20.03.2019 06:45 Uhr

Weitere Festnahme nach Schüssen in Utrecht

Utrecht: Im Zusammenhang mit den Schüssen in einer Straßenbahn hat die niederländische Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 40-jährigen Mann aus Utrecht, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann sei bereits gestern Nachmittag von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden. Einzelheiten zu dem Verdacht gegen den Mann nannte die Behörde nicht. Als Hauptverdächtiger gilt ein 37-Jähriger. Er soll am Montag in einer Straßenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere schwer verletzt haben. Die Polizei hat Hinweise auf ein terroristisches Motiv.| 20.03.2019 06:45 Uhr

EVP entscheidet über Orban-Partei

Brüssel: Die Europäische Volkspartei entscheidet am Nachmittag über die Zukunft der rechtskonservativen Fidesz-Partei des ungarischen Regierungschefs Orban. Möglich ist ein Ausschluss oder eine vorübergehende Aussetzung der Mitgliedschaft in der EVP. Orban liegt seit Jahren mit der EU über Kreuz und ist auch innerhalb seiner Parteienfamilie umstritten. Die EVP ist ein Zusammenschluss konservativer Parteien aus Europa, dem auch CDU und CSU angehören. Orbans Regierung hatte im Februar eine Plakatkampagne gegen den EU-Kommissionspräsidenten Juncker gestartet, der gleichfalls der EVP angehört. 13 der 51 nationalen EVP-Mitgliedsparteien beantragten daraufhin den Ausschluss der Fidesz oder die vorläufige Aussetzung der Mitgliedschaft.| 20.03.2019 06:45 Uhr