NDR Info Nachrichten vom 17.03.2019:

Diskussion über mögliche Bankenfusion in D

Berlin: Die Sondierungen einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank stoßen im Bundestag auf unterschiedliche Reaktionen. Der CSU-Finanzpolitiker Michelbach verlangte, vor einer Verschmelzung müsse der Bundesanteil an der Commerzbank von 15 Prozent aufgelöst werden. Der Grünen-Haushaltsexperte Kindler erklärte, Bundesfinanzminister Scholz müsse klar machen, welche Rolle der Bund als größter Eigentümer der Commerzbank bei den Gesprächen spiele. Entscheidungen dürften nicht ohne Beteiligung des Bundestages getroffen werden. Der FDP-Haushälter Fricke mahnte wörtlich, Scholz dürfe keine politischen Hochzeitsgeschenke machen. Ohne Regulierung heiße es wieder, das Geldhaus sei zu groß, um zu fallen und der Steuerzahler müsse haften. Die Linken-Politikerin Wagenknecht sagte in der "Bild", wenn Deutschland eines nicht braucht, dann eine noch größere und damit politisch noch einflussreichere Zockerbank mit faktischer Staatshaftung.| 17.03.2019 22:00 Uhr

Ethiopian-Airlines und Lion-Air Absturz-Daten ähnlich

Addis Abeba: Nach dem Absturz einer Maschine der Ethiopian Airlines vor einer Woche gibt es weitere Hinweise auf die mögliche Ursache. Nach ersten Ermittlungsergebnissen ähneln die Flugschreiber-Daten denen der im vergangenen Oktober verunglückten indonesischen Lion-Air-Maschine. Damals hatten die Piloten offenbar mehrfach vergeblich versucht, das Flugzeug wieder hoch zu ziehen. Die äthiopische Verkehrsministerin Moges erklärte, die eindeutigen Ähnlichkeiten würden noch näher untersucht. Bei dem Absturz der äthiopische Maschine vom Typ Boeing 737 MAX 8 waren 157 Menschen ums Leben gekommen, bei dem Lion-Air-Unglück mit dem selben Typ 189 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Weltweit wurden Flugverbote verhängt.| 17.03.2019 22:00 Uhr

Soldat im Westjordanland getötet

Jerusalem: Ein offenbar palästinensischer Angreifer hat im Norden des besetzten Westjordanlands einen israelischen Soldaten getötet. Ein weiterer Soldat sowie ein jüdischer Siedler schweben in Lebensgefahr. Nach israelischen Militärangaben konnte der Mann anschließend flüchten. Unklar ist auch, ob der Unbekannte einer bewaffneten Gruppierung angehörte oder es sich um einen Einzeltäter handelte. Die radikalislamische Hamas-Bewegung begrüßte den Angriff, ohne ihn jedoch für sich zu reklamieren.| 17.03.2019 22:00 Uhr