NDR Info Nachrichten vom 14.03.2019:

Brexit: May will wieder über Abkommen abstimmen lassen

London: Die britische Premierministerin May hat die heutige Abstimmung über eine Verschiebung des EU-Austritts indirekt mit ihrem Brexit-Abkommen verknüpft. Nur wenn die Abgeordneten bis zum 20. März doch noch für den ausgehandelten Vertrag stimmten, sei eine kurze Verschiebung des EU-Austritts bis zum 30. Juni möglich, heißt es in der Beschlussvorlage. Sollte das Abkommen erneut abgelehnt werden, will May bei der EU eine Verschiebung des Brexit über den 30. Juni hinaus beantragen. Das Parlament hatte gestern einen Austritt ohne Abkommen abgelehnt. Bundesaußenminister Maas begrüßte das Votum. Ein EU-Austritt ohne Vertrag liege in niemandes Interesse.| 14.03.2019 03:00 Uhr

737 Max 8: Boeing will selbst Flugverbot

Washington: Nach dem Absturz einer Boeing 737 MAX in Äthiopien will der US-Hersteller nun sämtliche Flugzeuge des Typs am Boden halten. In einer Mitteilung heißt es, der Konzern empfehle der amerikanischen Flugaufsicht vorsorglich ein vorübergehendes Flugverbot für weltweit alle 371 Maschinen. Unmittelbar zuvor war ein entsprechendes Verbot für die Boeing 737 MAX 8 auch für die Vereinigten Staaten verhängt worden. Die US-Flugaufsichtsbehörde begründete das mit "neuen Indizien" vom Ort des Absturzes.| 14.03.2019 03:00 Uhr

Grundsteuer: Finanzminister beraten erneut

Berlin: Die Finanzminister von Bund und Ländern beraten am Vormittag erneut über die Reform der Grundsteuer. Vor allem Bayern ist gegen das von Bundesfinanzminister Scholz vorgeschlagene, sogenannte wertabhängige Modell, bei dem das Alter von Gebäuden und die durchschnittlichen Mietkosten herangezogen werden. Bayern will ein Flächenmodell, bei dem die Steuerhöhe sich pauschal an der Fläche orientiert. Die Grundsteuer ist mit Einnahmen von 14 Milliarden Euro im Jahr eine der wichtigsten kommunalen Einnahmequellen.| 14.03.2019 03:00 Uhr

Havarie: Frankreichs Küste droht Ölpest

Brest: Nach dem Untergang eines Frachtschiffs im Golf von Biskaya droht Frankreichs Westküste eine Ölpest.  Wie die zuständige Meerespräfektur mitteilte, wurde an der Stelle des Untergangs ein Ölteppich von rund zwölf Kilometern Länge und einem Kilometer Breite entdeckt. Ein Spezialschiff zur Bekämpfung von Umweltverschmutzungen soll am Vormittag am Unglücksort ankommen.  Der italienische Frachter war am Dienstag gesunken und hatte unter anderem 45 Container mit Gefahrgut und 2200 Tonnen Öl geladen.| 14.03.2019 03:00 Uhr