NDR Info Nachrichten vom 07.03.2019:

Maas: Druck auf Maduro aufrecht erhalten

Berlin: Bundesaußenminister Maas will den Druck auf den venezolanischen Präsidenten Maduro aufrecht erhalten. Beim letzten Treffen der EU-Außenminister sei darüber gesprochen worden, dass die Sanktionen der Europäischen Union gegen das Maduro-Regime möglicherweise weiter verschärft werden müssten, sagte Maas am Abend im ZDF. Der SPD-Politiker wies zugleich den Vorwurf der venezolanischen Regierung zurück, die Bundesregierung habe sich in innere Angelegenheiten des Landes eingemischt. Das Außenministerium in Caracas hatte gestern den deutschen Botschafter Kriener aufgefordert, das Land zu verlassen. Er hatte Anfang der Woche mit anderen Diplomaten den selbsternannten Übergangspräsidenten Guaidó bei dessen Rückkehr am Flughafen von Caracas begrüßt. Maas betonte im ZDF, Kriener habe dazu beigetragen, dass Guaidó bei seiner Ankunft nicht festgenommen worden sei.| 07.03.2019 23:00 Uhr

Neue Feuerpause in der Ostukraine

Kiew: Die Konfliktparteien in der Ostukraine haben offenbar eine weitere Waffenruhe vereinbart. Die Feuerpause anlässlich des internationalen Frauentags soll Medienberichten zufolge in diesen Minuten in Kraft treten. Ein Unterhändler äußerte die Hoffnung, dass die Waffenruhe diesmal lange hält. Seit rund fünf Jahren kämpfen im Osten der Ukraine Regierungstruppen gegen aus Russland unterstützte Rebellen. Ein 2015 unter deutsch-französischer Vermittlung vereinbarter Friedensplan wurde bisher nicht umgesetzt. Seitdem sind immer wieder Feuerpausen vereinbart worden, die aber zumeist nach kurzer Zeit wieder gebrochen wurden.| 07.03.2019 23:00 Uhr

Haftstrafen für Kinderporno-Plattform-Betreiber

Limburg: Das Landgericht hat vier Betreiber der Kinderpornographie-Plattform "Elysium" zu Haftstrafen zwischen knapp vier und knapp zehn Jahren verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die Männer aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern bandenmäßig das Portal im Darknet betrieben oder sich daran beteiligt haben. Einer der Angeklagten muss nach der Haft in Sicherungsverwahrung wegen sexuellen Missbrauchs zweier kleiner Kinder. Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Rörig, begrüßte auf NDR Info das Urteil als Signal im Kampf gegen Kinderpornographie. Es sei erstmals gelungen, die Hintermänner eines solchen Internet-Forums zu verurteilen. Ermittler hatten die Plattform "Elysium" im Sommer 2017 abgeschaltet. Dort waren weltweit mehr als 111.000 Kunden angemeldet.| 07.03.2019 23:00 Uhr