NDR Info Nachrichten vom 07.03.2019:

Urteil im Prozess um "Elysium"-Betreiber

Limburg: Im Prozess um die Kinderporno-Plattform "Elysium" sind die Urteile gefallen. Das Limburger Landgericht verhängte gegen die vier Angeklagten Haftstrafen zwischen knapp vier und knapp zehn Jahren. Die Richter sprachen die Männer aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern schuldig, das Portal als Bande im abgeschirmten Darknet betrieben beziehungsweise sich daran beteiligt zu haben. Für einen 63-jährigen Angeklagten ordnete das Gericht die anschließende Sicherungsverwahrung wegen sexuellen Missbrauchs zweier kleiner Kinder an. Die Urteile entsprechen im Wesentlichen den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Bei dem Portal waren weltweit mehr als 111.000 Kunden angemeldet. Ermittler hatten die Kinderporno-Plattform im Sommer 2017 abgeschaltet.| 07.03.2019 18:15 Uhr

AfD droht Strafe von mehr als 100.000 Euro

Berlin: Die Bundestagsverwaltung hat eine erste Vorentscheidung im Parteispendenskandal der AfD getroffen. Im Fall des Spitzenkandidaten für die Europawahl, Reil, droht der Partei eine Strafzahlung von mehr als 100.000 Euro. Das bestätigte AfD-Chef Meuthen dem NDR, WDR und der "Süddeutscher Zeitung". Er kündigte an, gegen die Entscheidung Widerspruch einzulegen, sobald sie offiziell sei. Guido Reil hatte 2017 für den nordrhein-westfälischen Landtag kandidiert und dabei kostenlose Wahlwerbung durch eine Schweizer Werbeagentur erhalten. Im aktuellen Rechenschaftsbericht der AfD wird der Fall zwar erwähnt, aber nicht als Parteispende gewertet.| 07.03.2019 18:15 Uhr

Maas: Berlin hält an Guaidó-Unterstützung fest

Berlin: Die Bundesregierung hält auch nach der Ausweisung des deutschen Botschafters Kriener aus Venezuela an der Unterstützung für Oppositionschef Guaidó fest. Außenminister Maas sagte, diese Unterstützung sei unumstößlich. Maas nannte die Entscheidung der venezolanischen Regierung, Kriener als unerwünschte Person auszuweisen, in keinster Weise nachvollziehbar und auch nicht akzeptabel. Nach den Worten des Ministers wird der Botschafter in zwei Tagen in Deutschland zurückerwartet. Er muss Venezuela verlassen, weil er sich nach Ansicht der Führung in Caracas in die inneren Angelegenheiten des südamerikanischen Landes eingemischt hat.| 07.03.2019 18:15 Uhr

Verheerende Schlammlawine: TÜV unter Druck

Brumadinho: Fünf Wochen nach dem verheerenden Dammbruch in einer brasilianischen Eisenerzmine geraten das Bergbauunternehmen Vale und der TÜV Süd immer stärker unter Druck. Wie das Magazin "Der Spiegel" berichtet, zeigen Unterlagen der Ermittler, dass sowohl Vale als auch der TÜV Monate vor dem Unglück über Sicherheitsprobleme informiert waren. Beide Firmen hätten den Tod Hunderter Menschen in Kauf genommen, zitiert das Magazin den zuständigen Staatsanwalt. Das Münchner Unternehmen kündigte eine Untersuchung an. Ende Januar war in der Mine im Südosten Brasiliens ein Damm gebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst. 179 Menschen starben, mehr als 130 werden vermisst.| 07.03.2019 18:15 Uhr