NDR Info Nachrichten vom 01.03.2019:

Türkei sperrt zwei deutsche Journalisten aus

Istanbul: Die Türkei hat zwei deutschen Auslandskorrespondenten die Arbeitsgenehmigung verweigert. Die beiden Journalisten erhielten keine neue Pressekarte für das Jahr 2019. Es handelt sich um den ZDF-Studioleiter in Istanbul und einen Reporter der Berliner Zeitung "Tagesspiegel". Gründe für die Verweigerung wurden von der Türkei nicht genannt. Das Auswärtige Amt protestierte gegen die Entscheidung. Eine Sprecherin erklärte, der Schritt sei nicht nachvollziehbar. Es habe ein Gespräch mit dem türkischen Botschafter in Berlin gegeben. Die Journalisten-Organisation "Reporter ohne Grenzen" hatte bereits gestern auf die derzeit schwierige Situation für Auslandskorrespondenten in der Türkei hingewiesen. Viele Reporter aus zahlreichen Ländern warten demnach noch immer auf ihre Arbeitsgenehmigung für dieses Jahr.| 01.03.2019 23:00 Uhr

Trump empört Warmbiers Eltern

Washington: Die Eltern des verstorbenen US-Studenten Otto Warmbier haben empört auf Äußerungen von Präsident Trump zu Nordkorea reagiert. Sie machten Machthaber Kim Jong Un und dessen Regime für den Tod ihres Sohnes verantwortlich. Ausreden könnten daran nichts ändern. Warmbier war 2016 während einer Reise in Nordkorea festgenommen und zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Ein Jahr später kam der Student frei und starb kurz nach seiner Rückkehr in die USA. Ein Gericht kam zu dem Schluss, dass er in Nordkorea gefoltert wurde. Gestern hatte US-Präsident Trump nach dem Treffen mit Kim gesagt, Kim habe ihm versichert, nichts vom Fall Warmbier gewusst zu haben. Er glaube ihm das auch, so Trump.| 01.03.2019 23:00 Uhr

Tarifgespräche der Länder noch ohne Ergebnis

Potsdam: Bei den Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst der Länder gibt es noch keine Einigung. Nach Angaben der Gewerkschaft verdi liegt bislang kein neues Angebot der Arbeitgeber vor. Die Gespräche sollen morgen früh weitergehen. Verdi und Beamtenbund dbb fordern sechs Prozent mehr Geld - mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. In verschiedenen Bundesländern gibt es seit drei Wochen Warnstreiks, zum Beispiel in Behörden und Schulen in Norddeutschland.| 01.03.2019 23:00 Uhr