NDR Info Nachrichten vom 25.02.2019:

Brexit-Gespräche notfalls bis 21. März

Brüssel: Die Gespräche Großbritanniens mit der EU könnten sich bis eine Woche vor dem geplanten Austritt am 29. März hinziehen. EU-Kommissionspräsident Juncker und die britische Premierministerin May haben sich am Rande einer internationalen Konferenz in Ägypten darauf verständigt, die Gespräche spätestens bis zum EU-Gipfel am 21. März abzuschließen. Gleichzeitig brachte Ratspräsident Tusk eine Verschiebung des Brexits ins Gespräch. Dies wäre eine "vernünftige Lösung", sagte Tusk. Die britische Premierministerin erklärte hingegen, auch ein Hinauszögern des EU-Austritts würde die Blockade im britischen Parlament nicht lösen. Die Abgeordneten hatten den mit der Europäischen Union ausgehandelten Vertrag bei mehreren Abstimmungen durchfallen lassen.| 25.02.2019 16:45 Uhr

Merkel: Syrien braucht neue politische Ordnung

Scharm el Scheich: Bundeskanzlerin Merkel hat die arabischen Staaten aufgerufen, Syriens Machthaber Assad nicht als Sieger des Bürgerkrieges zu akzeptieren. Angesichts von sechs Millionen Flüchtlingen brauche es einen politischen Veränderungsprozess in dem Land, sagte Merkel am Rande eines Gipfeltreffens der Europäischen Union mit der Arabischen Liga. Konkret forderte die Kanzlerin, einen Verfassungsausschuss einzusetzen, der über eine neue politische Ordnung in Syrien berät. In ihrer Abschlusserklärung verständigten sich die Teilnehmer der Konferenz auf eine Vertiefung der Zusammenarbeit. Für die EU steht dabei vor allem die Flüchtlingspolitik im Mittelpunkt.| 25.02.2019 16:45 Uhr

Giffey: Anti-Missbrauchsgipfel ist nur Anfang

Berlin: Bundesfamilienministerin Giffey hat sich kritisch zu den Ergebnissen des Anti-Missbrauchsgipfels der katholischen Kirche geäußert. Die Vatikan-Konferenz könne nur ein Anfang gewesen sein, erklärte die SPD-Politikerin in Berlin. Sie erwarte, dass die Kirche verlässliche Strukturen schaffe, um Missbrauch aufzudecken, aufzuklären und möglichst zu verhindern. Die Ministerin bezeichnete es als unerträglich, dass noch heute Menschen in der Kirche ein Amt ausüben, die Kinder sexuell missbraucht haben. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher des Bundesjustizministeriums. Er rief die katholische Kirche dazu auf, alle Akten offenzulegen und mit den Staatsanwaltschaften zusammenzuarbeiten.| 25.02.2019 16:45 Uhr