NDR Info Nachrichten vom 21.02.2019:

Digitalpakt: Bundestag stimmt zu

Berlin: Die geplante Digitalisierung von Deutschlands Schulen hat eine weitere zentrale Hürde genommen. Der Bundestag stimmte mit Zwei-Drittel-Mehrheit für eine entsprechende Grundgesetzänderung. Noch in diesem Jahr soll das erste Geld vom Bund an Länder und Kommunen fließen. Insgesamt sind fünf Milliarden Euro für den Digitalpakt vorgesehen. Ziel ist es, dass Schulen mit WLAN, Computern und digitalen Medien ausgestattet werden. Der Bundesrat muss noch über die Grundgesetzänderung abstimmen. Dies soll im März geschehen.| 21.02.2019 19:15 Uhr

Bundestag billigt Reform von Paragraf 219a

Berlin: Der Bundestag hat eine Lockerung des sogenannten Werbeverbots für Abtreibungen gebilligt. Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich für den Antrag von Union und SPD auf eine Reform des Paragrafen 219a im Strafgesetzbuch. Demnach dürfen Ärzte und Kliniken künftig mitteilen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Für weitere Informationen müssen sie auf Behörden, Beratungsstellen und Ärztekammern verweisen. Kritikern geht der Kompromiss nicht weit genug. Anträge von Grünen, Linken und FDP, den Paragrafen ganz zu streichen, erhielten aber keine Mehrheit.| 21.02.2019 19:15 Uhr

Fall Lüdge: Beweismaterial verschwunden

Düsseldorf: Im Fall des vielfachen Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde ist Beweismaterial verschwunden. Nach Angaben von Innenminister Reul geht es um mehr als 150 CDs und DVDs, die seit mehreren Wochen vermisst würden. Die Datenträger seien in einem Alukoffer aufbewahrt worden, der in einem Raum der Kreispolizeibehörde Lippe stand, erklärte der CDU-Politiker. Der Raum sei nur unzureichend gesichert gewesen, zahlreiche Personen hätten Zugang gehabt. Reul sprach von einem Desaster. Er hat mehrere Sonderermittler eingesetzt, um das Verschwinden aufzuklären. Auf dem Campingplatz in Lügde sollen über Jahre hinweg mindestens 31 Kinder sexuell missbraucht worden sein.| 21.02.2019 19:15 Uhr