NDR Info Nachrichten vom 19.02.2019:

Modeschöpfer Karl Lagerfeld gestorben

Paris: Der Tod von Karl Lagerfeld hat über die Modebranche hinaus Betroffenheit ausgelöst. Frankreichs Innenminister Castaner sprach von einer großen Persönlichkeit, die außerhalb des Gewöhnlichen gestanden habe. Der ehemalige Präsident Sarkozy sagte, Lagerfeld habe französische Exzellenz und Eleganz verkörpert. Der deutsche Europa-Staatsminister Roth erklärte, der Verstorbene habe für die deutsch-französischen Beziehungen vermutlich mehr getan als viele Politiker. Hamburgs Bürgermeister Tschentscher würdigte den Modeschöpfer und Designer als außergewöhnlichen Hanseaten. Sein Tod sei ein Verlust für die Stadt. Der gebürtige Hamburger war heute in Paris gestorben. Lagerfeld hatte unter anderem 36 Jahre als Kreativdirektor für Chanel gearbeitet. Der Designer hinterlässt ein Mode-Imperium, dessen Wert auf mehrere Millionen Euro geschätzt wird.| 19.02.2019 18:15 Uhr

Linke und Grüne begrüßen EU-LKW-Einigung

Berlin: Vertreter der Opposition haben die Einigung auf verbindliche Klimaschutzvorgaben für LKW in der EU gelobt. Linken-Verkehrsexpertin Remmers sagte, der Schwerlastverkehr sei ein Klimakiller. Auch Grünen-Fraktionschef Hofreiter sprach von einer klugen Entscheidung. Allerdings habe die deutsche Regierung viel zu lange auf der Bremse gestanden und eine schnellere Einigung verhindert. Der Automobilverband VDA erklärte dagegen, die Grenzwerte seien zu anspruchsvoll. So gebe es viel zu wenig Ladestationen für Elektrolaster. Zuvor hatten sich Europaparlament und EU-Mitgliedsstaaten auf verbindliche Klimaschutzvorschriften für schwere LKW geeinigt. Der durchschnittliche CO-2-Ausstoß neuer Fahrzeuge muss von 2030 an um 30 Prozent niedriger liegen als heute.| 19.02.2019 18:15 Uhr

VW-Diesel-Streit düfte erstmals vor BGH landen

Braunschweig: Der Rechtsstreit rund um den Diesel-Abgasskandal zieht weitere Kreise. Das Oberlandesgericht Braunschweig hat eine Klage eines Rechtsdienstleisters gegen Volkswagen abgewiesen. Die Firma wollte für einen Besitzer eines VW-Dieselautos einen Schadenersatz von dem Konzern erstreiten. Der Dienstleister kündigte an, nun vor den Bundesgerichtshof zu ziehen. Es wäre das erste Mal, dass sich der BGH mit einer Klage rund um den Abgasskandal befassen muss.| 19.02.2019 18:15 Uhr

Fingerabdruck im Personalausweis wird Pflicht

Brüssel: Neu ausgestellte Personalausweise sollen in der Europäischen Union künftig Fingerabdrücke enthalten. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich auf entsprechende Mindeststandards. Demnach müssen jeweils zwei Fingerabdrücke auf einem digitalen Chip gespeichert werden. Erklärtes Ziel ist es, die Personalausweise sicherer zu machen. In Deutschland ist der Fingerabdruck bislang freiwillig. EU-Parlament und Mitgliedsländer müssen die Einigung noch absegnen. Zwei Jahre später müssen dann alle neuen Ausweise die Anforderungen erfüllen.| 19.02.2019 18:15 Uhr