NDR Info Nachrichten vom 12.02.2019:

Brexit: May will mehr Zeit für Gespräche

London: Die britische Premierministerin May fordert mehr Zeit für Verhandlungen mit der EU über den Brexit. In einer Rede im Parlament sagte May, die Gespräche seien in einem entscheidenden Stadium. Alle müssten jetzt die Nerven behalten, um die Änderungen zu erreichen, die die Mehrheit der Abgeordneten verlange. Auf Widerstand stößt vor allem der sogenannte Backstop. Die Notfallregelung soll verhindern, dass zwischen Irland und Nordirland wieder Grenzkontrollen eingeführt werden. Bereits in zwei Tagen ist eine neue Abstimmungsrunde über die weiteren Schritte im Brexit-Prozess angesetzt. In etwa sechs Wochen ist der Austrittstermin geplant.| 12.02.2019 19:15 Uhr

El Chapo schuldig gesprochen

New York: Der mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán, genannt "El Chapo", ist in seinem Strafprozess schuldig gesprochen worden. Die zwölf Geschworenen des New Yorker Gerichts sahen seine Schuld in allen zehn Anklagepunkten als erwiesen an. Der 61-Jährige muss nun mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen. Das genaue Strafmaß wird das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. "El Chapo" war unter anderem wegen Waffen- und Drogenschmuggels, Anstiftung zum Mord und Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Sein Gangster-Kartell soll zwischen 1989 und 2014 fast 155 Tonnen Kokain und große Mengen andere Drogen in die USA geschmuggelt haben. | 12.02.2019 19:15 Uhr

Conte für stärkeres EU-Parlament

Straßburg: Der italienische Ministerpräsident Conte hat sich dafür ausgesprochen, dem Europäischen Parlament mehr Befugnisse zu geben. Conte sagte in einer Rede vor den Abgeordneten, das Parlament sei die vom Volk legitimierte Institution auf EU-Ebene. Es solle selbst Gesetze einbringen können und mehr Untersuchungsrechte bekommen. Der italienische Ministerpräsident verlangte außerdem, dass die Europäische Union bürgernäher werden müsse. Er machte unter anderem die Sparprogramme während der Wirtschafts- und Finanzkrise verantwortlich für eine Entfremdung der Bürger. Konkret forderte Conte, die Wirtschafts- und Währungsunion in der EU zu vollenden mit einer Aufteilung von Risiken, einer stärkeren wirtschaftlichen Angleichung und gemeinsamen Finanzierungsinstrumenten. Darüberhinaus dürften Entscheidungen für eine gemeinsame europäische Migrationspolitik nicht länger aufgeschoben werden.| 12.02.2019 19:15 Uhr