NDR Info Nachrichten vom 09.02.2019:

Guaidó schließt US-Intervention nicht aus

Caracas: Der selbsternannte Übergangspräsident Guaidó schließt ein militärisches Eingreifen der USA in Venezuela nicht aus. Die Intervention müsse aber von ihm autorisiert sein, sagte der 35-jährige Oppositionsführer. Er werde allerdings alles Notwendige tun, um Menschenleben zu retten. Guaidó rief außerdem das Militär dazu auf, Hilfslieferungen über die Grenze zu lassen. Seine Anhänger sollten sich am Wochenende versammeln und eine Verteilung der Güter organisieren. Noch immer werden in einer kolumbianischen Stadt an der Grenze zu Venezuela Lastwagen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten an der Einreise gehindert.| 09.02.2019 08:45 Uhr

SPD-Pläne: Scholz gibt Nahles Rückendeckung

Berlin: Vizekanzler Scholz unterstützt die Pläne von SPD-Chefin Nahles für eine Abkehr vom Hartz-Vier-System. Die Zeit habe sich gewandelt, sagte der stellvertretende Parteivorsitzende der "Süddeutschen Zeitung". Die Veränderungen in der Arbeitswelt durch technischen Fortschritt und Globalisierung dürften nicht weniger Sicherheit bedeuten. Der SPD-Vorstand will morgen und am Montag auf einer Klausurtagung über das Reformkonzept beraten. Dabei geht es unter anderem um eine Erhöhung des Mindestlohns. Ältere Arbeitslose sollen länger Arbeitslosengeld I erhalten können.| 09.02.2019 08:45 Uhr

Gelbwesten: Wieder Proteste in Frankreich

Paris: In Frankreich werden heute wieder zehntausende Menschen zu Demonstrationen der sogenannten Gelbwesten erwartet. Die Bewegung hat an ihrem bereits 13. landesweiten Protesttag unter anderem zu Kundgebungen in Paris, Bordeaux und Marseille aufgerufen. Die Proteste richten sich diesmal auch gegen ein geplantes Gesetz, das unter anderem erleichterte Demonstrationsverbote und harte Strafen für Vermummte vorsieht. Am vergangenen Wochenende waren in ganz Frankreich knapp 60.000 Menschen gegen die Politik von Präsident Macron auf die Straße gegangen. | 09.02.2019 08:45 Uhr

Athen billigt Nato-Beitritt Nordmazedoniens

Athen: Die griechische Parlament hat den Beitritt Nordmazedoniens zur Nato gebilligt. Eine knappe Mehrheit der Abgeordneten stimmte für die Ratifizierung des entsprechenden Aufnahmeprotokolls. Ministerpräsident Tsipras sprach von einem Beitrag zur Stabilisierung der Region. Griechenland hatte die Aufnahme Mazedoniens in EU und Nato jahrelang blockiert. Grund war ein Streit um den Staatsnamen der früheren jugoslawischen Teilrepublik. Mazedonien ist auch der Name einer griechischen Provinz. Im vergangenen Jahr hatten sich beide Seiten geeinigt, dass der Nachbarstaat künftig "Republik Nordmazedonien" heißt. Das Land soll nun spätestens im kommenden Jahr 30. Mitgliedsstaat der Nato werden.| 09.02.2019 08:45 Uhr