NDR Info Nachrichten vom 09.02.2019:

Experten warnen vor vielen Spionen in Brüssel

Brüssel: Sicherheitsexperten des Europäischen Auswärtigen Dienstes registrieren offenbar massive Spionageaktivitäten durch China und Russland in der belgischen Hauptstadt. Laut "Welt am Sonntag" gehen die Fachleute davon aus, dass sich in Brüssel etwa 250 chinesische und 200 russische Agenten befinden, die Beschäftigte von EU und Nato ausspionieren wollten. Diplomaten seien nach eigenen Angaben gezielt vor bestimmten Lokalen im EU-Viertel gewarnt worden, heißt es in dem Bericht. Die Spione arbeiteten vor allem in den Botschaften oder Handelsvertretungen ihrer Heimatländer. Über die Zahl von Agenten aus anderen Staaten wie zum Beispiel den USA liegen demnach keine Angaben vor.| 09.02.2019 06:45 Uhr

Guaidó schließt US-Intervention nicht aus

Caracas: Der selbsternannte Übergangspräsident Guaidó schließt ein militärisches Eingreifen der USA in Venezuela nicht aus. Die Intervention müsse aber von ihm autorisiert sein, sagte der 35-jährige Oppositionsführer. Er werde allerdings alles Notwendige tun, um Menschenleben zu retten. Guaidó rief außerdem das Militär dazu auf, Hilfslieferungen über die Grenze zu lassen. Seine Anhänger sollten sich am Wochenende versammeln und eine Verteilung der Güter organisieren. Noch immer werden in einer kolumbianischen Stadt an der Grenze zu Venezuela Lastwagen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten an der Einreise gehindert. Der venezolanische Staatschef Maduro sagte zur Begründung, die USA hätten die Krise in seinem Land erfunden, um eine Intervention zu rechtfertigen.| 09.02.2019 06:45 Uhr

EU-Vorgaben gegen illegale Arzneimittel in Kraft

Brüssel: Verschreibungspflichtige Medikamente sollen künftig fälschungssicher sein. Dazu tritt heute eine neue EU-Richtlinie in Kraft. Danach müssen die Packungen der Arzneimittel zusätzliche Sicherheitsmerkmale bekommen. Ein Siegel oder eine Perforation soll sicherstellen, dass eine bereits geöffnete Schachtel zu erkennen ist. Außerdem erhält jede Packung einen eigenen Code, der beim Verkauf gescannt und mit einem Pharma-System abgeglichen wird. Für das Projekt müssen in Deutschland fast 20.000 Apotheken sowie Pharmafirmen und Großhändler mit neuer Hard- und Software ausgestattet werden. Medikamente, die schon produziert sind, können noch bis zum Verfallsdatum ohne die Sicherheitsmerkmale abgegeben werden.| 09.02.2019 06:45 Uhr