NDR Info Nachrichten vom 08.02.2019:

Venezuela-Kontaktgruppe fordert Neuwahlen

Montevideo: Der internationale Druck auf Venezuelas Präsident Maduro steigt weiter. Die Kontaktgruppe aus mehreren europäischen und lateinamerikanischen Staaten hat erneut eine vorgezogene Präsidentenwahl in dem südamerikanischen Land verlangt. Die Gruppe der Außenminister rief nach Beratungen in Uruguays Hauptstadt Montevideo zu einer friedlichen, demokratischen und rein venezolanischen Lösung der Staatskrise auf. Die EU-Außenbeauftragte Mogherini nannte als Ziel der Kontaktgruppe, Gewalt im Innern und Intervention von außen zu vermeiden. US-Präsident Trump schließt nicht aus, Militärverbände nach Venezuela zu entsenden. Der Sonderbeauftragte der Regierung in Washington, Abrams, forderte Maduro inzwischen auf, sein Land zu verlassen, um einen Übergang zur Demokratie zu ermöglichen.| 08.02.2019 07:45 Uhr

Merkel eröffnet neue BND-Zentrale

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel eröffnet heute die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes. Elf Jahre nach der Grundsteinlegung ist damit der Umzug von 4.000 der insgesamt 6.500 Geheimdienstmitarbeiter vom bayerischen Pullach in die Bundeshauptstadt abgeschlossen. Der Neubau hat eine Fläche von insgesamt rund 260.000 Quadratmetern und ist damit so groß wie 36 Fußballfelder. Die Kosten beliefen sich auf mehr als eine Milliarde Euro. Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, von Notz, forderte eine stärkere Kontrolle der Geheimdienste. Es sei vor allem notwendig, die rechtlichen Grundlagen für die Datenerhebung durch den BND enger als bisher zu ziehen, sagte von Notz der "Neuen Osnabrücker Zeitung".| 08.02.2019 07:45 Uhr

Der Iran präsentiert neue Mittelstreckenrakete

Teheran: Iran hat nach eigenen Angaben eine neue Mittelstreckenrakete entwickelt und vorgestellt. Der Marschflugkörper soll eine Reichweite von 1.000 Kilometern haben. Er wurde nach Medienberichten in einer unterirdischen Fabrik präsentiert. Wo sich die Produktionsstätte befindet, blieb geheim. Das iranische Raketenprogramm ist international umstritten. Vor allem die Mittelstreckenwaffen gelten als Bedrohung für Israel. Erst in der vergangenen Woche hatte das Militär einen neuen Marschflugkörper getestet. Bis zum 40. Jahrestag der islamischen Revolution in Iran am kommenden Montag sollen weitere militärische und technologische Projekte vorgestellt werden.| 08.02.2019 07:45 Uhr