NDR Info Nachrichten vom 08.02.2019:

Forderung nach freien Wahlen in Venzuela

Montevideo: Die EU und mehrere lateinamerikanische Länder haben ihre Forderung nach freien Wahlen in Venezuela unterstrichen. Die sogenannte Internationale Kontaktgruppe für Venezuela unterstütze eine friedliche Krisenbewältigung durch freie, transparente und glaubwürdige Präsidentschaftswahlen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Man verpflichtete sich außerdem, zusätzliche Hilfeleistungen zur Linderung der humanitären Krise in dem Land zu entsenden. In der kolumbianischen Grenzstadt Cucuta sind erste Lkw mit Hilfsgütern aus den USA für die notleidende venezolanische Bevölkerung eingetroffen. Begleitet von einer Polizei-Eskorte machte der Konvoi Halt in Cucuta. Es ist aber unklar, ob die venezolanischen Grenzposten die Lastwagen passieren lassen.| 08.02.2019 00:00 Uhr

Scholz: Finanzwelt sollte mit hartem Brexit rechnen

Eschborn: Bundesfinanzminister Scholz hat die Finanzbranche dazu aufgerufen, sich auf einen ungeregelten Brexit einzustellen. Dies sei angesichts der verfahrenen Lage umso wichtiger, sagte der SPD-Politiker beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse in Eschborn. Politik und Behörden arbeiteten allerdings fieberhaft daran, die Risiken zu verringern. Großbritannien will Ende März aus der Europäischen Union ausscheiden. Doch das Parlament in London stimmte mit großer Mehrheit gegen den Austrittsvertrag und fordert Nachverhandlungen. Das wiederum lehnt Brüssel ab. Auch ein erneutes Treffen zwischen EU-Kommissionspräsident Juncker und Premierministerin May brachte heute keinen Durchbruch.| 08.02.2019 00:00 Uhr

Merkel und Visegrad-Staaten arbeiten zusammen

Bratislava: Deutschland, Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei planen ein gemeinsames Entwicklungsprojekt in Marokko. Das gab Bundeskanzlerin Merkel in Bratislava bekannt, nachdem sie sich mit den Regierungschefs der sogenannten Visegrad-Staaten getroffen hatte. Merkel sagte, das Projekt solle helfen, illegale Migration einzudämmen. Den Angaben zufolge hatte der slowakische Ministerpräsident Pellegrini das Projekt angeregt. Alle vier Visegrad-Staaten, insbesondere Polen und Ungarn, hatten in der Vergangenheit die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin kritisiert. Migranten versuchten zuletzt verstärkt, von Marokko aus nach Europa zu gelangen.| 08.02.2019 00:00 Uhr