NDR Info Nachrichten vom 29.09.2022:

Wirtschaftsinstitute erwarten für 2023 Rezession

Führende Wirtschaftsinstitute rechnen damit, dass Deutschland einer Rezession im kommenden Jahr nicht entgehen kann. Die Wirtschaft rutsche wegen der Energiekrise im Winterhalbjahr in eine Talsohle und werde dann schrumpfen, erklärten die Regierungsberater in ihrem Herbstgutachten. Für dieses Jahr erwarten die Fachleute demnach nur noch ein Wirtschaftswachstum von rund 1,4 Prozent und für 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um etwa 0,4 Prozent. Die Zuspitzung auf den Gasmärkten bedeute für Deutschland einen "permanenten Wohlstandsverlust". | 29.09.2022 10:20 Uhr

Energiepreisdeckel: Unterstützung für Länder

Die Länder bekommen mit ihrer Forderung nach einem Energiepreisdeckel Unterstützung vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. Hauptgeschäftsführer Landsberg sagte der "Rheinischen Post", eine solche Preisbremse könne den Menschen, den Kommunen und der mittelständischen Wirtschaft helfen. Zwar müsse der Staat dafür noch einmal viel Geld in die Hand nehmen, aber ein weiterer ungebremster Anstieg der Energiepreise wäre laut Landsberg deutlich gravierender. Wie ein möglicher Energiepreisdeckel finanziert werden soll, ließen die Bundesländer noch offen.| 29.09.2022 10:20 Uhr

Viertes Leck an Nord-Stream-Pipelines entdeckt

An den Nord-Stream-Gaspipelines in der Ostsee ist ein viertes Leck entdeckt worden. Die schwedische Küstenwache teilte laut Medienberichten mit, die Beschädigung sei im Laufe der Woche gefunden worden. Zuvor waren bereits drei weitere Lecks in der schwedischen und in der dänischen Wirtschaftszone bekannt. Dort tritt seit Montag Gas aus und sorgt für Blasenbildung im Meer. Politiker und Experten vermuten als Ursache einen Sabotageakt. Die russische Führung wies Vorwürfe zurück, für die Schäden verantwortlich zu sein.| 29.09.2022 10:20 Uhr

Selenskyj: Ukraine braucht Raketenabwehrsystem aus Deutschland

Die Ukraine fordert von Deutschland weitere Waffenlieferungen. Präsident Selenskyj sagte in seiner täglichen Videobotschaft, konkret gehe es um ein Raketen-Abwehrsystem. Das habe er auch im Telefonat gestern mit Kanzler Scholz zum Ausdruck gebracht. Selenskyj betonte erneut, dass sich sein Land nicht mit den Ergebnissen der Scheinreferenden in den russisch kontrollierten Gebieten abfinden werde. Die Regionen würden von der ukrainischen Armee zurückerobert. | 29.09.2022 10:20 Uhr

Porsche gibt milliardenschweres Börsendebüt

Der Sportwagenbauer Porsche hat sein Börsendebüt gegeben. Es ist gemessen am Wert der Aktien der bedeutendste Börsengang in Deutschland seit der Telekom im Jahr 1996. Der Mutterkonzern Volkswagen profitiert mit einem Erlös von knapp 9,4 Milliarden Euro, wie am späten Abend bekannt wurde. Der erste Preis der Aktie lag bei 84 Euro über dem zuletzt von VW festgesetzten Ausgabepreis von 82,50 Euro. Damit erzielte Porsche einen Börsenwert von mehr als 76 Milliarden Euro.| 29.09.2022 10:20 Uhr

Alternative Nobelpreise für Aktivistinnen und Organisationen

Aktivistinnen und Organisationen aus der Ukraine, Somalia, Uganda und Venezuela werden dieses Jahr mit den Alternativen Nobelpreisen geehrt. Das hat die Right-Livelihood-Stiftung bekanntgegeben, die die Preise jährlich vor den eigentlichen Nobelpreisen vergibt. Die Auszeichnung geht demnach an die somalischen Menschenrechtsaktivistinnen Fartuun Adan und Ilwad Elman, an die Ukrainerin Olexandra Matwijtschuk, an das Center for Civil Liberties, an das venezolanische Kollektiv Cecosesola und an das Africa Institute for Energy Governance. Geehrt werden jedes Jahr Persönlichkeiten und Organisationen, die sich für Menschenrechte, Umwelt und Frieden einsetzen.| 29.09.2022 10:20 Uhr

US-Rapper Coolio gestorben

Der US-Rapper Coolio ist tot. Er starb nach Angaben seines Managements im Alter von 59 Jahren in Los Angeles. Der Musiker hatte seine Karriere Ende der 80er-Jahre in Kalifornien gestartet. Seinen größten Erfolg feierte er 1995 mit dem Hit "Gangsta's Paradise". | 29.09.2022 10:20 Uhr

Das Wetter in Norddeutschland

Heute zunächst neblig, im Verlauf zu den Küsten und nach Südniedersachsen hin Schauer, maximal 11 bis 15 Grad. Morgen anfangs teilweise zäher Nebel, tagsüber wolkig, später vermehrt heitere oder sonnige Abschnitte und verbreitet trocken. Höchstwerte 13 bis 17 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonnabend und Sonntag wechselhaftes Schauerwetter, dazu windig, 12 bis 16 Grad. | 29.09.2022 10:20 Uhr