NDR Info Nachrichten vom 29.09.2022:

Städtetag: Energiepreisdeckel wäre richtiges Signal

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund unterstützt die Forderung der Länder nach einem Preisdeckel für Strom, Gas und Wärme. Eine solches Instrument könne den Menschen, den Kommunen und der mittelständischen Wirtschaft wirklich helfen, sagte Hauptgeschäftsführer Landsberg der "Rheinischen Post". Zwar würde ein Energiepreisdeckel Milliarden Euro kosten. Dennoch sei es wichtig, diesen Weg jetzt schnell zu gehen. Bei ungebremst steigenden Energiepreisen wären die Folgen für die Menschen und die Wirtschaft im Land schließlich deutlich gravierender. Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten hatten den Bund gestern aufgerufen, einen Preisdeckel für Strom, Gas und Wärme schnell einzuführen. Wie dieser finanziert werden soll, blieb allerdings offen. | 29.09.2022 03:40 Uhr

Pipeline-Lecks: Russland ermittelt

Russlands Geheimdienst FSB ermittelt angesichts der Lecks in den Nord-Stream-Pipelines nach offiziellen Angaben wegen internationalem Terrorismus. Die Generalstaatsanwaltschaft in Moskau erklärte auf Telegram, die vorsätzliche Beschädigung der Leitungen habe erheblichen wirtschaftlichen Schaden für Russland verursacht. Der UN-Sicherheitsrat hat wegen des Vorfalls für Freitag eine Sitzung anberaumt. Das Treffen sei auf Wunschs Moskaus verabredet worden, erklärte Schwedens Außenministerin Linde. Die Europäische Union und die Nato gehen ebenfalls von Sabotage aus. | 29.09.2022 03:40 Uhr

Selenksyj: Ukraine braucht Raketenabwehrsystem aus Deutschland

Die Ukraine fordert von Deutschland weitere Waffenlieferungen. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte in seiner täglichen Videobotschaft, konkret gehe es um ein Raketen-Abwehrsystem. Das habe er auch im Telefonat gestern mit Kanzler Scholz zum Ausdruck gebracht, so Selenskyj. Auch betonte er erneut, dass sich sein Land nicht mit den Ergebnissen der Scheinreferenden in den russisch kontrollierten Gebieten abfinden werde. Die Regionen würden von der ukrainischen Armee zurückerobert. | 29.09.2022 03:40 Uhr

Konjunktur: Institute legen Prognose vor

Mehrere Wirtschafts-Forschungsinstitute präsentieren am Vormittag ihre gemeinsame Prognose zum erwarteten Konjunkturabschwung in Deutschland. Wie vorab bekannt wurde, rechnen sie mit einer Rezession und sagen für 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent vorher. Für 2022 prognostizieren sie nur noch ein kleines Wachstum von 1,4 Prozent. Damit bewerten sie die wirtschaftliche Lage deutlich schlechter als noch im Frühjahr. Zur Begründung verweisen die Forscher auf die Energiekrise und die hohe Inflation. | 29.09.2022 03:40 Uhr

Porsche-Börsengang unter Dach und Fach

Der größte Börsengang in Deutschland seit mehr als 25 Jahren ist unter Dach und Fach. Volkswagen brachte nach eigenen Angaben fast 114 Millionen Vorzugsaktien seiner Stuttgarter Sportwagen-Tochter Porsche AG zum Preis von je 82 Euro 50 Euro bei neuen Anteilseigner unter. Die Porsche AG kommt damit auf einen Börsenwert von 75 Milliarden Euro. Es ist die zweitgrößte Neuemission in Deutschland, knapp übertroffen nur vom Börsengang der Deutschen Telekom 1996. | 29.09.2022 03:40 Uhr

NGO: 200 getötete Umweltschützer im vergangenen Jahr

Weltweit wurden im vergangenen Jahr einer Studie zufolge 200 Umweltschützer getötet. Die meisten solcher Fälle registrierte die regierungsunabhängige Organisation "Global Witness" in Mexiko, gefolgt von Kolumbien und Brasilien. Gefährdet seien vor allem Aktivisten, die sich gegen Bergbau- und Energieprojekte sowie Rodungen einsetzten. 2020 zählte die Organisation 227 ermordete Umweltaktivisten. Allerdings liege die Dunkelziffer vermutlich viel höher, hieß es bei der Vorstellung des Jahresberichts. | 29.09.2022 03:40 Uhr

Florida: Hurrikan "Ian" trifft auf Land

Der Hurrikan "Ian" hat die Westküste Floridas erreicht. Das nationale Hurrikanzentrum warnte vor meterhohen Sturmfluten, Überschwemmungen und heftigen Regenfällen. Voraussichtlich würden weite Teile des Bundestaates betroffen sein. Laut Gouverneur DeSantis sind etwa 7.000 Soldaten der Nationalgarde in Bereitschaft versetzt worden. Die Behörden hatten gut 2,5 Millionen Menschen aufgerufen, sich vor der Ankunft des Hurrikans in Sicherheit zu bringen. Präsident Biden sicherte den Betroffenen die volle Unterstützung seiner Regierung zu. | 29.09.2022 03:40 Uhr

Die Wettervorhersage

In der Nacht zum Teil wolkig, an den Küsten Schauer, im Verlauf in vielen Regionen trocken mit Auflockerungen und Nebelneigung. Tiefstwerte 9 bis 1 Grad. Morgen zunächst gebietsweise Nebel, tagsüber neben Wolken Aufheiterungen, im Verlauf einzelne Schauer. Maximal 11 bis 15 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag in der ersten Tageshälfte vereinzelt Schauer, später freundlich und meist trocken, 14 bis 17 Grad. Am Sonnabend Durchzug von Regenwolken, dazwischen Aufheiterungen, 12 bis 16 Grad.| 29.09.2022 03:40 Uhr