NDR Info Nachrichten vom 23.02.2021:

Spahn: Impfen von Lehrern ab morgen

Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas sollen von morgen an gegen Corona geimpft werden können. Eine entsprechende Verordnung trete dann in Kraft, schrieb Bundesgesundheitsminister Spahn auf Twitter. Der CDU-Politiker erwartet so zusätzliche Sicherheit in einem Umfeld, in dem Abstand und Maske nach seinen Worten nicht immer möglich seien. Seit gestern sind Grundschulen und Kitas in zehn Bundesländern teilweise wieder geöffnet. Der Gesundheitsminister steht in der Kritik, weil Corona-Schnelltests nicht wie geplant schon Anfang März für alle zur Verfügung stehen. | 23.02.2021 20:58 Uhr

KfW: Bundesregierung verfehlt Wohnungsbau-Ziele

Die Bundesregierung wird nach Einschätzung der staatlichen Förderbank KfW ihre Ziele in der Wohnungspolitik verfehlen. Es werde zwar trotz Corona mehr gebaut, die Zahl der neuen Wohnungen reiche aber nicht aus, um den Bedarf zu decken, heißt es. Bis Ende des Jahres werden laut KfW maximal 1,2 Millionen neuer Wohnungen fertig sein. Ziel der Koalition waren 1,5 Millionen. Auch Grüne, Linke und der Mieterbund kritisieren die Ergebnisse, zweieinhalb Jahre nach dem Start der sogenannten Wohnraumoffensive. Vor allem in Großstädten blieben die Mieten hoch und der Wohnraum knapp. Kanzlerin Merkel und Bauminister Seehofer zogen dagegen eine positive Bilanz. Es gebe neue Impulse auf dem Wohnungsmarkt. Die selbstgesteckten Ziele seien noch in Reichweite. | 23.02.2021 20:58 Uhr

Warnstreiks bei VW rücken näher

Bei VW könnte es Warnstreiks geben. Nach der dritten Verhandlungsrunde zum neuen Haustarif für die gut 120.000 westdeutschen Volkswagen-Beschäftigten kritisierte die IG Metall die Haltung des Autobauers. Der Bezirkschef der Gewerkschaft in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Gröger, warf VW vor, nicht auf die Arbeitnehmervertreter zuzugehen. Dies verärgere die Kolleginnen und Kollegen ziemlich, so Gröger. Vor diesem Hintergrund sei die Wahrscheinlichkeit eines Warnstreiks bei Volkswagen im März gestiegen. Die Verhandlungen waren erneut ohne ein konkretes Tarifangebot zu Ende gegangen. | 23.02.2021 20:58 Uhr

Wehrbeauftragte besorgt über Rechtsextremismus

Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Högl, hat sich besorgt über eine steigende Zahl rechtsextremistischer Vorfälle bei der Bundeswehr geäußert. Es gebe in diesem Bereich weiterhin Handlungsbedarf, sagte die SPD-Politikerin bei der Vorstellung ihres Jahresberichts. Sie sprach sich dafür aus, die politische Bildung in der Truppe auszuweiten. 2020 gab es 477 Verdachtsfälle mit rechtsextremem Hintergrund, etwa 100 mehr als im Vorjahr. Weiterhin plädierte Högl dafür, die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen auszustatten. Sie bedauerte, dass ihre Partei dazu nicht bereit sei. | 23.02.2021 20:58 Uhr

Maas: Klimakrise größte Bedrohung für Menschheit

Die Klimakrise stellt nach den Worten von Bundesaußenminister Maas die größte Bedrohung für die menschliche Existenz dar. Maas sagte, die Folgen der Erderwärmung würden Konflikte weiter verstärken. Der Frieden sei akut gefährdet. Der Klimawandel wirke sich zudem negativ auf soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung aus. Geschädigte Ökosysteme und Artenverlust bedrohten die Ernährungssicherheit. Der SPD-Politiker forderte die Vereinten Nationen auf, den Klimaschutz zu ihrer obersten Priorität zu machen. Der Außenminister äußerte sich in einer Online-Debatte des UN-Sicherheitsrates zu dem Thema. Er sprach im Namen von 54 Mitgliedsstaaten der Freundesgruppe "Klima und Sicherheit". | 23.02.2021 20:58 Uhr

IAEA hält Irans Urananreicherung für zu hoch

Der Iran hat nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde seine Vorräte an angereichertem Uran unerlaubt auf nun fast drei Tonnen aufgestockt. Seit November seien weitere 500 Kilogramm dazugekommen, heißt es in einem Bericht der Behörde, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Atom-Abkommen von 2015 hatte eine Obergrenze von 200 Kilogramm festgelegt. Ziel des Vertrags ist es, den Iran vom Bau einer Atombombe abzuhalten. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen hat die Islamische Republik mehrfach gegen Auflagen verstoßen. | 23.02.2021 20:58 Uhr

Malta: Erste Verurteilung nach Mord an Journalistin

Mehr als drei Jahre nach dem Mord an einer Journalistin in Malta hat ein Gericht einen der drei Angeklagten verurteilt. Der Mann muss für 15 Jahre ins Gefängnis. Er hatte sich kurz vor der Urteilsverkündung überraschend schuldig bekannt. Das gilt als Wende in dem Prozess. Bislang hatten alle Beschuldigten die Tat bestritten. Gegen den mutmaßlichen Auftraggeber, einen maltesischen Geschäftsmann, wird noch ermittelt. Die Journalistin Daphne Caruana Galizia war im Oktober 2017 in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Sie hatte regelmäßig über Korruption, Geldwäsche und andere illegale Geschäfte in Malta berichtet. | 23.02.2021 20:58 Uhr

Wetterdienst meldet Rekord-Umschwung im Norden

Der Norden hat nach Daten des Deutschen Wetterdienstes den stärksten Temperaturanstieg seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. So wurden in Göttingen am 14. Februar noch minus 23,8 Grad gemessen - vorgestern lag der Höchstwert dort bei mehr als 18 Grad plus. Das ist ein Anstieg um fast 42 Grad innerhalb einer Woche. Ähnlich groß war laut Wetterdienst der Temperaturunterschied bislang nur im Mai 1880. | 23.02.2021 20:58 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter für Norddeutschland: Nachts ist es weitgehend trocken, stellenweise Nebel, bei 11 bis 5 Grad. Morgen oft viel Sonne, vor allem im Norden teils auch dichtere Wolkenfelder, Höchstwerte von 13 Grad in Flensburg bis 22 Grad in Hildesheim. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag zeitweise sonnig, an Ems und Nordsee später etwas Regen, 7 bis 20 Grad. Am Freitag vereinzelt Regen, später dann oft freundlicher und trocken, 6 bis 12 Grad. | 23.02.2021 20:58 Uhr