NDR Info Nachrichten vom 22.01.2021:

EU-Gipfel für offene Grenzen, aber weniger Reisen

Die EU-Staaten wollen das Reisen in Europa weiter einschränken, verzichten vorerst aber auf schärfere Regeln. Die Staats- und Regierungschefs haben bei einem Video-Gipfel über neue Coronavirus-Varianten diskutiert. Nach den Worten von EU-Ratschef Michel wird die Gefahr als sehr ernst eingeschätzt. Die EU-Kommission will deshalb Vorschläge erarbeiten, wie das Reisen eingeschränkt werden kann und die Grenzen trotzdem offen bleiben. Im Gespräch sind neue Test- und Quarantänepflichten für Menschen aus Regionen, in denen es besonders viele Coronafälle gibt. Kommissionschefin von der Leyen appellierte, auf alle nicht notwendigen Reisen zu verzichten. Das gelte auch für das Inland. Frankreich kündigte an, schon von Sonntag an strengere Regeln einzuführen. Wer in das Land möchte, muss einen negativen PCR-Test vorweisen. Ausnahmen gelten für Grenzpendler. | 22.01.2021 07:02 Uhr

Zahl der Neuinfektionen sinkt weiter

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus geht in Deutschland weiter zurück. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, meldeten die Gesundheitsämter gestern 17.862 neue Fälle. Das sind rund 20 Prozent weniger als am gleichen Tag der Vorwoche. Zugleich handelt es sich um den niedrigsten an einem Freitag gemeldeten Wert seit Ende Oktober. Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt bei 859 - auch das bedeutet einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur Vorwoche. Die sogenannte Reproduktionszahl gibt das RKI mit 0,84 an. Das bedeutet, dass zehn Infizierte im bundesweiten Durchschnitt etwa acht weitere Menschen anstecken. | 22.01.2021 07:02 Uhr

Sozialverbände fordern Masken-Geld für ärmere Menschen

Angesichts der verschärften Maskenpflicht fordern Sozialverbände finanzielle Unterstützung für ärmere Menschen. Der Präsident des Sozialverbands Deutschland, Bauer, sagte, einige Menschen müssten schon jetzt jeden Tag schauen, wie sie etwas zu essen auf den Tisch bekommen. Es könne nicht sein, dass sie jetzt auch noch zwingend notwendige Schutzausrüstung aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Bentele, forderte eine Sofortzahlung von 100 Euro für Grundsicherungsempfänger, damit sie sich FFP2-Masken leisten können. Bund und Länder hatten vereinbart, dass im öffentlichen Verkehr und in Supermärkten medizinische Masken getragen werden müssen. Das können entweder FFP2-Masken sein oder die günstigeren OP-Masken. | 22.01.2021 07:02 Uhr

Mittelstand kritisiert Home-Office-Verordnung

Der Mittelstand kritisiert die geplante Home-Office-Verordnung der Bundesregierung. Die "Funke Mediengruppe" zitiert aus einer entsprechenden Stellungnahme des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. Darin heißt es, mit der Home-Office-Verordnung könne die Pandemie nicht eingedämmt werden. Zuerst müsse zudem der Staat selbst zeigen, wie er seine Verwaltung im Home-Office effizient organisiert. Der Wirtschaft werde ein Bürokratie-Monster aufgezwungen. Die neuen Regeln für mehr Home-Office in der Corona-Epidemie sollen kommende Woche in Kraft treten. Arbeitgeber werden verpflichtet, das Arbeiten von zu Hause aus anzubieten, wenn dem keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegenstehen. Beschäftigte müssen das Angebot nicht annehmen. | 22.01.2021 07:02 Uhr

Biden stellt Corona-Strategie vor

Der neue US-Präsident Biden treibt den Kampf gegen das Corona-Virus voran. Biden unterzeichnete eine Reihe von Erlassen, die unter anderem mehr Tests und eine Maskenpflicht in Teilen des Verkehrswesens vorsehen. Reisende in die USA müssen künftig direkt nach ihrer Ankunft in Quarantäne, selbst wenn sie einen negativen Test vorlegen. Biden will zudem die nationale Impfkampagne beschleunigen. Ziel ist es, binnen 100 Tagen 100 Millionen Impfungen zu verabreichen. Dazu will der US-Präsident auch auf Rüstungsgesetze zurückgreifen, um gezielt die Produktion anzukurbeln. Schon unter Bidens Vorgänger Trump hatten die USA eine deutlich höhere Impfquote als beispielsweise EU-Staaten wie Deutschland, Italien oder Frankreich. | 22.01.2021 07:02 Uhr

Atomwaffenvertrag tritt in Kraft

Der internationale Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ist in Kraft getreten. Er verbietet unter anderem den Einsatz, die Entwicklung und Produktion von Atomwaffen sowie die Drohung mit deren Einsatz. Der Vertrag war im Juli 2017 von der UN-Vollversammlung verabschiedet worden. Bislang wurde er von rund 50 Staaten ratifiziert. Die Atomwaffenmächte lehnen den Pakt jedoch ab. Auch Deutschland ist bislang nicht beigetreten. Die Bundesregierung begründet dies mit möglichen Spannungen zum Atomwaffen-Sperrvertrag, den es schon seit Jahrzehnten gibt. | 22.01.2021 07:02 Uhr

IS reklamiert Bagdad-Anschlag für sich

Die Terror-Organisation "Islamischer Staat" hat den Anschlag in Bagdad für sich reklamiert. Der IS veröffentlichte über Mitteilungsdienst Telegram eine entsprechende Erklärung. Im Zentrum der irakischen Hauptstadt hatten sich gestern im Abstand von wenigen Minuten zwei Attentäter in die Luft gesprengt. Mindestens 32 Menschen wurden getötet, mehr als 110 weitere wurden verletzt. Der sogenannte "Islamische Staat" hatte 2014 weite Teile des Irak und Syriens unter seine Kontrolle gebracht. Militärisch gilt die Gruppe als besiegt, einzelne Zellen sind aber immer noch aktiv. | 22.01.2021 07:02 Uhr

Deutsche Handballer kurz vor WM-Aus

Bei der Handball-WM in Ägypten steht die deutsche Mannschaft kurz vor dem Ausscheiden. Das DHB-Team verlor gestern Abend gegen Spanien mit 28:32. Um das Viertelfinale zu erreichen, müssen die deutschen Handballer jetzt nicht nur ihre verbleibenden Hauptrundenspiele gegen Brasilien und Polen gewinnen. Sie sind auch auf Patzer von Ungarn oder Spanien angewiesen. | 22.01.2021 07:02 Uhr

Wettervorhersage

Heute zum Leinebergland und nach Vorpommern hin stark bewölkt und zeitweise Regen, ansonsten selten Schauer und etwas Sonne. Höchstwerte 6 bis 10 Grad. Stürmische Böen möglich. Morgen neben dichten Wolken auch etwas Sonne, westlich der Weser und nach Nordfriesland hin etwas Regen oder Schneeregen. Maximal 2 bis 6 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag Regen oder Schnee, örtlich Gewitter möglich, später Auflockerungen, 1 bis 4 Grad. Am Montag wechselnd bewölkt, teils freundlich, 1 bis 4 Grad. | 22.01.2021 07:02 Uhr