NDR Info Nachrichten vom 12.11.2019:

Linken-Bundestagsfraktion mit neuem Führungsduo

Berlin: Die niedersächsische Bundestagsabgeordnete Amira Mohamed Ali ist neue Co-Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag. Mohamed Ali setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen ihre Konkurrentin Caren Lay durch. Im zweiten Wahlgang erhielt sie 52 Prozent der Stimmen und damit die nötige absolute Mehrheit. Die Rechtsanwältin aus Oldenburg wird Nachfolgerin von Sarah Wagenknecht, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr angetreten war. Mohamed Ali wird dem linken Flügel der Partei zugerechnet, dem auch Wagenknecht angehört. Sie wird die Linksfaktion zusammen mit dem Co-Vorsitzenden Bartsch führen, der mit knapp 64 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde. Bartsch ist seit vier Jahren Fraktionschef der Linken.| 12.11.2019 17:45 Uhr

Nahost: Eskalation rund um den Gazastreifen

Jerusalem: Nach der Tötung des Führers einer palästinensischen Terrorgruppe im Gazastreifen hat es zahlreiche Raketenangriffe auf Israel gegeben. Angaben des israelischen Außenministeriums zufolge sind mehr als 150 Raketen abgefeuert worden. Israels Premier Netanjahu verteidigte die Vergeltungsaktionen der Luftwaffe und bezeichnete den getöteten Islamistenführer als zentralen Verantwortlichen für Terrorattacken aus dem Gazastreifen. Die Europäische Union forderte ein Ende der Raketenangriffe aus Gaza. Auch die Bundesregierung verurteilte die Attacken. In der Vergangenheit hatte das israelische Militär immer wieder gezielt Köpfe radikaler Palästinensergruppen getötet. Nach dem letzten Gaza-Krieg 2014 war diese Praxis aber weitgehend beendet worden.| 12.11.2019 17:45 Uhr

Lufthansa: vorerst keine weiteren Streiks

Frankfurt am Main: Bei der Lufthansa wird es keine weiteren Streiks der Flugbegleiter geben. Das Unternehmen und die Gewerkschaft UFO haben sich auf eine Schlichtung geeinigt, wie beide Seiten gemeinsam mitteilten. In der vergangenen Woche hatten die Flugbegleiter an zwei Tagen gestreikt. Rund 1500 Flüge fielen aus, 200.000 Passagiere waren betroffen. In dem Tarifkonflikt geht es zum einen um Spesen und Zulagen für die rund 21.000 Flugbegleiter der Lufthansa-Kerngesellschaft. Zum anderen wollte die Gewekrschaft den Konzern aber auch an den Verhandlungstisch zwingen. Die Lufthansa hatte die aktuelle UFO-Führung bisher wegen interner Machtkämpfe nicht anerkannt und mit der konkurrierenden Gewerkschaft verdi Tarifverhandlungen geführt.| 12.11.2019 17:45 Uhr