NDR Info - Redezeit

Neustart an den Unis - Ist die Hoffnung auf ein Präsenz-Wintersemester mit 3G berechtigt?

Mittwoch, 15. September 2021, 21:03 bis 22:00 Uhr

Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen in einem Hörsaal. © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow Foto: Sebastian Gollnow
Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen in einem Hörsaal. © picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow Foto: Sebastian Gollnow
Während Kitas, Schulen und Berufsschulen wieder geöffnet waren, saß die große Gruppe der Studierenden noch immer in ihren Online-Studien fest. Jetzt soll es auch an den Unis mit Präsenz-Veranstaltungen weitergehen. Wie kann der Start ins Wintersemester gelingen?

An den Hochschulen in Deutschland startet in diesen Tagen das Wintersemester; normalerweise werden dann im Norden zehntausende ‚Neue’ in Ralleys durch Fachräume, Mensen oder die Altstädte geführt… auch in diesem Jahr? Die Hoffnung ist groß, dass viele Lehrveranstaltungen wieder in Präsenz stattfinden können. Kann mit 3G der Neustart gelingen? Nicht alle Unis und Fachhochschulen machen bisher klare Aussagen, in welchem Rahmen der Unterricht stattfinden kann; Beratungen oder Info-Angebote stecken noch im Corona-Modus fest. Diese Unsicherheit lähmt, zumal viele Fragen offen sind: Wie kann der Uni-Alltag organisiert werden? Mit epidemiologisch-sauberen Sicherheits-Maßnahmen auf dem Campus oder weiterhin elektronischen Vorlesungen und Fernprüfungen? Reicht das 3G-Modell und wie ist es praktisch umsetzbar? Wer kann jetzt klare Aussagen und Sicherheiten geben?

Auch die Studierenden können meist nicht einfach weitermachen, wo sie vor über einem Jahr aufgehört hatten; eine DZHW-Studie (Zentrum für Hochschul- und Wissenschafts-Forschung) belegt, dass die digitale Lehre deutliche Spuren bei den jungen Leuten hinterlassen hat: * Baustelle Geld: 40% der jungen Leute verlieren ihre Nebenjobs, 30 % der Studierenden können Mieten nicht bezahlen und ziehen daher zurück ins Elternhaus. * Baustelle Psyche: Was macht das mit den jungen Leuten, die sich gerade abnabeln sollen? Laut DZHW-Studie geben 2/3 an, gestresst und teils auch depressiv zu sein. Im Laufe der Krise protestieren die jungen Leute, fordern finanzielle Unterstützung, Präsenz-Perspektiven und universitär organisierte Impfangebote. Oft ohne Erfolg. Die aktuellen Forderungen für das Wintersemester gehen sogar weiter: Präsenz-Lehre allein genügt nicht! Die Studierenden, die sich gerade zu Anfang der Corona-Krise überwiegend solidarisch verhalten haben, wünschen sich jetzt mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Redezeit-Moderator Andreas Kuhnt begrüßte als Gäste:

Alexandra Seebode, Referentin AStA, Universität Lübeck

Dr. Sonja Berghoff, CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh

Prof. Dr. Stephan Dabbert, Rektor der Universität Hohenheim

 

 

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