NDR Info - Redezeit

Wege aus der Energie-Krise - welche Optionen haben wir?

Dienstag, 02. August 2022, 20:33 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Eine Gasflamme wird mit einem Streichholz in einem Gasherd angezündet. © imago images/teamwork Foto: Ute Klaphake

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas ist weiter groß und dessen Lieferung wird massiv gedrosselt. Wie schnell gelingt es uns in großem Stil Gas zu sparen und alternative Energiequellen in ausreichendem Maße nutzen zu können? Fest steht: Die Sparanstrengungen müssen weiter intensiviert werden - im gewerblichen wie privaten Bereichen. Seit dieser Woche gilt auch der Europäische Gasnotfallplan, der alle EU-Mitgliedsstaaten anhält in den kommenden Monaten 15 Prozent Gas einzusparen. Mit welchen Energiequellen können wir kurz- und mittelfristig den Gasausfall kompensieren? Welche Optionen sollten ernsthaft erwogen werden?

In der Energiekrise alle Register ziehen?

Als Ersatz für Strom aus Erdgas steht bundesweit das erste Steinkohlekraftwerk aus der Reserve vor dem Neustart: das Kraftwerk Mehrum im Landkreis Peine. Ist das der richtige Weg? Sollten wir in der Energiekrise alle Register ziehen? Für die drei verbliebenen Atomkraftwerke wird nicht nur der sogenannte „Streckbetrieb“, sondern auch eine Laufzeitverlängerung diskutiert. Außerdem ist die Debatte über das Potential der Fracking-Technologie neu entbrannt. Gerade in Niedersachsen ein heikles Thema: Die Landesregierung hat das Fracking in unkonventionellen Erdgaslagerstätten – also in tiefliegendem Schiefergestein – aufgrund der umweltgefahren erneut abgelehnt. Welches Potential steckt in diesen Energieformen? Welchen Anteil des Gasausfalls können sie abdecken? Und zu welchem Preis, vor allem klimapolitisch?

Wann ist ein Ende der Energiepreis-Spirale in Sicht?

Und was bedeutet dies alles für die Verbraucherinnen und Verbraucher? Könnte sich die Reaktivierung von Gas- und Kernenergie preisdämpfend auswirken? Die Gesellschaft stellt sich ohnehin auf deutlich höhere Kosten beim Heizen im anstehenden Herbst und Winter ein. Durch die nun angekündigte „Gasumlage“ werden die Mehrkosten auch für viele Mieterinnen und Mieter schon sehr kurzfristig spürbar. Wie lässt sich das abfedern? Wen kann und sollte die Politik, wie stark entlasten? Oder wird sich diese Energiekrise für die Verbraucher*innen in den kommenden Monaten unweigerlich immer weiter verschärfen – in punkto Einschränkungen und Kosten? Gibt es Auswege?

NDR Info Moderator Michael Weidemannbegrüßte als Gäste:

Andreas Jung
klima- und energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Simon Müller
Direktor Deutschland bei Agora Energiewende

Christina Wallraf
Referentin Energiemarkt der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.

 

 

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