NDR Info Hintergrund - Themenabend

Ein Bond ist nicht genug - Kommt das Kino aus der Corona-Krise?

Donnerstag, 30. September 2021, 20:33 bis 21:00 Uhr, NDR Info

James Bond mit gezücktem Revolver in "Keine Zeit zu sterben". © dpa picture alliance Foto: Nicola Dove

Ein Feature von Marius Zekri

Lashana Lynch, Lea Seydoux und Daniel Craig bei der amerikanischen Trailer Vorstellung des neuen Bond Films © IMAGO / MediaPunch
Cineasten freuen sich auf den Start des neuen Bond-Films mit Daniel Craig (re.) und Lashana Lynch (li.).

Seit dem Sommer ist der quälend lange Kino-Lockdown vorbei, die Leinwände dürfen wieder bespielt werden. Die Freude der Cineasten ist groß - doch die Pandemie bedingten Verluste haben Kinobetreiber und Filmschaffende bisher kaum verkraftet. Von der Essener “Lichtburg”, dem größten Kino Deutschlands, bis zum “Lodderbast” in Hannover, dem kleinsten Filmtheater der Republik herrschte monatelang Leere und Stille. Die Zahl der verkauften Kinotickets sank 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund zwei Drittel, in der ersten Hälfte dieses Jahres lag der Rückgang sogar bei 97 Prozent. Staatshilfen flossen oft nur mit großer Verzögerung.

Ein Effekt, der auf die ganze Kinobranche durchgeschlagen hat - bei wachsender Konkurrenz. Streamingdienste haben in den Zeiten des Lockdowns deutlich zugelegt. Nach der aktuellen Trendstudie des IT- und Medien-Branchenverbandes Bitkom sind immer mehr Nutzer und Nutzerinnen bereit, für das Streamen von Videos auch Geld zu bezahlen. 38 Prozent nutzen bereits ein kostenpflichtiges Abonnement. 32 Prozent sogar zwei Abos.

Der Druck auf die Kinos also ist groß - wenn in dieser Woche der neue James Bond „Keine Zeit zu sterben“ in den Kinosälen startet. Drei Mal musste der Filmstart wegen der Pandemie verschoben werden. Jetzt darf Daniel Craig als 007 wieder die Welt retten - und vielleicht ja auch ein bisschen die Kinobranche.

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