NDR Info Hintergrund

Brexit means Brexit - Erfahrungen drei Monate nach der Scheidung

Dienstag, 30. März 2021, 20:33 bis 21:00 Uhr, NDR Info

Eine Flagge von Großbritannien und eine Flagge der europäischen Union hängen nebeneinander. © dpa-Bildfunk Foto: Kirsty O'Connor

Ein Feature der ARD-Studios London, Brüssel und Paris
von Astrid Corall, Imke Köhler, Thomas Spickhofen und Sabine Wachs

Fischer im schottishen Eyemouth © NDR Foto: Imke Köhler
Fischer bekommen weniger Geld für ihren Fang.

Seit Jahresbeginn ist der Brexit für die Menschen diesseits und jenseits des Ärmelkanals spürbar. EU-Bürger*innen werden in der Post-Brexit-Zeit ihre Rechte behalten, hatte die britische Regierung versprochen. Tausende Deutsche haben sich darauf nicht verlassen und auf den letzten Drücker noch eine zweite britische Staatsbürgerschaft besorgt.

Für viele Briten sind das Leben und Arbeiten im Brexit deutlich komplizierter geworden.

Im schottischen Fischerhafen Eyemouth schreiben Speditionsunternehmen jetzt große Verluste. Fischer bekommen weniger Geld für ihren Fang, Speditionen haben deutlich höhere Kosten. Europa sei zum weltweit kompliziertesten Exportmarkt geworden, beklagen die Unternehmen. Auch für viele britische Musiker*innen ist der Brexit ein bürokratischer Albtraum geworden. Als EU-Bürger konnten sie jederzeit überall in der Union arbeiten, das Pendeln zwischen Kontinent und Königreich gehörte für viele Berufsmusiker*innen zum Geschäftsmodell. Jetzt drohen ihnen Visapflichten mit unterschiedlichen Arbeitserlaubnissen in den EU-Mitgliedsstaaten.

Auch für Studierende vom europäischen Festland werden Auslandssemester auf der britischen Insel jetzt kompliziert und vor allem teuer. Denn das europaweite und sehr beliebte Erasmus+-Förderprogramm läuft in Großbritannien aus. Das trifft Studierende aus der EU gleich doppelt: Denn die Studiengebühren werden nicht mehr übernommen und für EU-Student*innen werden sie ab Herbst sogar drastisch steigen.

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