Zwischen Hamburg und Haiti

Mutter Ganges - Leben und Sterben am heiligen Fluss

Freitag, 01. Mai 2020, 09:30 bis 10:00 Uhr, NDR Info

Eine Sendung von Sandra Petersmann und Jürgen Webermann

Der Sage nach hat der Weise Bhagirathi die Milchstraße, genannt Ganga, vom Himmel geholt, um zwei toten Königssöhnen Erlösung zu geben. Er meditierte so lange, bis der Gott Shiva zusagte, die Wassermassen, die vom Himmel herabstürzen würden, mit seinen Haaren zu bremsen. So entstanden die sieben heiligen Flüsse Indiens, und der Ganges ist der heiligste von ihnen. Viele Inderinnen und Inder nennen den Ganges ihre Mutter. Tatsächlich hat das Wasser des Ganges besondere Kräfte: Es bleibt länger frisch als das Wasser anderer Flüsse. Warum, das ist bis heute ein Rätsel. Schon die Briten hatten sich darüber gewundert. Und so gibt es Leben im und am Ganges, der wegen der enormen Verschmutzung längst tot sein müsste.

Delfine im Ganges-Delta

Sandra Petersmann und Jürgen Webermann spüren Delfine auf, stöbern durch die Urwälder des Ganges-Deltas und begleiten einen Arzt auf den letzten Metern seiner Pilgertour zur Ganges-Quelle, spektakulär auf 4.000 Metern im Himalaya gelegen. Sie besuchen eine Lehrerin, die am Fluss in einer Höhle lebt, und lachen mit einer alten Dame, die in die heilige Stadt Varanasi gekommen ist, um dort zu sterben und Erlösung zu finden - so wie Bhagirathi, der für die beiden Königssöhne den Fluss vom Himmel geholt hat.

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