NDR Info - Redezeit

Drei Monate Ukraine-Krieg - Wie hat sich unsere Welt verändert?

Dienstag, 24. Mai 2022, 20:50 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Redezeit

Drei Monate Krieg - in dieser Zeit haben vor allem die Ukrainerinnen und Ukrainer die Welt beeindruckt mit ihrer Widerstandskraft, mit der sie dem russischen Angriff begegnen. In den ersten drei Monaten des Krieges mussten aber auch wir uns von vielen Gewissheiten verabschieden: "Wir sind in einer anderen Welt aufgewacht", sagte Außenministerin Annalena Baerbock am 24. Februar 2022. In der Außen- und Sicherheitspolitik gelten nun ganz andere Prioritäten. Westliche Bündnisse, die zuletzt an Bedeutung verloren, stehen wieder hoch im Kurs und gelten als Sicherheitsanker. Ohnehin hat sich das Sicherheitsgefühl dramatisch verändert.

Abschied vom hoffnungsvollen "Nie wieder Krieg!" 

Ukrainische Soldaten fahren auf einem Panzer von Typ APC auf einer Straßen der Stadt Trostianets. © Efrem Lukatsky/AP/dpa
Seit drei Monaten leisten die ukrainischen Soldaten den Angreifern aus Russland Widerstand.

Die repräsentativen Umfragen der vergangenen Wochen - etwa der ARD-DeutschlandTrend - haben ergeben, dass die Gesellschaft in gewissen Fragen gespalten ist: Rund die Hälfte der Menschen hierzulande ist dafür, die Ukraine konsequent mit schweren Waffen zu versorgen. Die andere Hälfte lehnt das ab - zu groß ist die Sorge, dadurch lediglich den Krieg zu verlängern und weitere Eskalationsstufen zu erreichen.

Wie hat sich die Haltung der Gesellschaft zu militärischen Fragestellungen in den vergangenen drei Monaten verändert? Das Interesse an sicherheitspolitischen Fragestellungen ist groß wie nie. Was daran ist kurzfristiger oder langfristiger Trend?

Fluchtbewegungen, Hungersnöte, Energiepreisexplosion

Auch wir spüren die Folgen des Krieges vor allem an den rasant gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen. Worauf müssen wir uns einstellen? Und ist die deutsche Gesellschaft langfristig bereit, den Preis etwa für einen Verzicht auf vergleichsweise billige Energie aus Russland zu bezahlen? 14 Millionen Menschen aus der Ukraine sind inzwischen auf der Flucht. Sie suchen und finden Hilfe in den westlichen Nachbarländern. Wie meistert Deutschland, gemeinsam mit den EU-Staaten, diese Herausforderung?

Nach drei Monaten dauert der Krieg unvermindert an. Gerade hat die Ukraine den Kriegszustand um weitere 90 Tage verlängert. Auf welche Szenarien stellen wir uns ein? Welche Rolle kann Deutschland spielen, nachdem die Bundesregierung bei der Frage nach Waffenlieferungen, einem Energieembargo und Sanktionen als zögerlich wahrgenommen wurde? Wie kann die weitere Unterstützung für die Ukraine aussehen?

NDR Info Moderatorin Birgit Langhammer begrüßte als Gäste:

Dr. Martina Fischer
Referentin für Frieden und Konfliktbearbeitung bei "Brot für die Welt"

Carsten Schmiester
NDR Podcast-Host von "Streitkräfte &  Strategien"

Velina Tchakarova
Direktorin des Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik (AIES)

 

 

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