Eine türkische Gastarbeiterfamilie aus den 1970er Jahren vor ihrem Auto. © picture alliance/dpa Foto: dpa/Privat

Zuhause in zwei Welten? 60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

Sendung: vertikal horizontal. Glaubens- und Gewissensfragen | 24.10.2021 | 07:04 Uhr | von Hollenbach, Michael; Pinkenburg, Sabine
36 Min | Verfügbar bis 22.04.2022

Am 30. Oktober 1961 regelte das Auswärtige Amt in Bonn mit der türkischen Botschaft die Entsendung von Arbeitskräften aus der Türkei nach Deutschland. Die sogenannten „Gastarbeiter“ sollten für eine bestimmte Zeit am deutschen Wirtschaftswunder mitarbeiten. Doch was kaum einer im Blick hatte: Mit den Arbeitsmigranten aus der Türkei kamen zugleich Musliminnen und Muslime in eine deutsche Gesellschaft, die mit dem Islam wenig anfangen konnte. Wie kamen die so genannten „Gastarbeiter“ in der Fremde klar? Wie konnten sie hierzulande ihren muslimischen Glauben leben? Und wie sieht es heute aus: Warum sind die Enkel der ersten „Gastarbeiter-Generation“ frommer als ihre Großeltern? In Gesprächen mit Arbeitsmigranten und Migrationsforschern gehen wir diesen Fragen nach.