Stand: 13.03.2020 14:47 Uhr

Wetter: Nach "stürmischem Regen" wird's besser

Der Hamburger Fischmarkt wird von einer Sturmflut unter Wasser gesetzt © dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Der Hamburger Fischmarkt stand am Donnerstag unter Wasser.

Ein Sturmtief hat am Donnerstag für sehr nasses und windiges Wetter in ganz Norddeutschland, Sturmfluten an der Nordseeküste sowie die Überflutung des Hamburger Fischmarkts gesorgt. Dort wurden mehrere Straßen gesperrt. Die Fischauktionshalle stand ebenfalls unter Wasser.

Auch der Bahnverkehr und Fährverbindungen waren von der stürmischen Wetterlage betroffen. Bis zum Mittag galt in den Kreisen an der deutschen Nordseeküste sowie der schleswig-holsteinischen Ostseeküste eine Warnung vor orkanartigen Böen bis zu 115 km/h.

Am späten Abend gab es eine erneute Sturmflutwarnung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für das Nacht- beziehungsweise Morgen-Hochwasser am Freitag: An der ostfriesischen Küste sollte dieses 1 bis 1,50 Meter höher als das mittlere Hochwasser, in Nordfriesland, im Weser- und Elbegebiet sowie an der Elbe in Hamburg 1,50 bis 2 Meter höher ausfallen.

An den Küsten bleibt's stürmisch

Die Auswirkungen eines Sturmtiefs über Südschweden, das Richtung Osten abzieht, sind in Norddeutschland weiter zu spüren: Für Freitagnachmittag war wechselnde Bewölkung angesagt, dazu einige Regen- und Graupelschauer, vereinzelt auch Gewitter. Am Abend und in der Nacht zu Sonnabend sollte es dann aber ruhiger werden, so die Vorhersage. Zum starken Wind gesellten sich auch stürmische Böen, an der Nordsee und bei Schauern teils auch Sturmböen.

Mehr zum Wetter
Dunkle Regenwolken ziehen über Neubrandenburg auf. © NDR Foto: Torsten Ohland aus Neubrandenburg

Die aktuellen Unwetterwarnungen

In welcher Region droht das nächste Unwetter? Hier gibt's die aktuellen Warnmeldungen für ganz Deutschland. mehr

Behinderungen im Zug- und Fährverkehr

In Mecklenburg-Vorpommern wurden am Donnerstag durch den Sturm in mehreren Landkreisen Bäume umgerissen, Polizei und Feuerwehr vermeldeten viele Einsätze. Bei Woldegk fuhr ein Autofahrer auf der B198 in einen umgestürzten Baum, verletzte sich dabei aber nicht. In Rostock blieb der Zoo vorsorglich geschlossen.

Weitere Informationen
Dunkle Wolken ziehen an einem Baum in der Marschlandschaft an der Hunte vorbei. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich

Sturmtief "Hanna": Bahnverkehr beeinträchtigt

Sturmtief "Hanna" hat in Mecklenburg-Vorpommern Bäume umgerissen und für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Auf der Bahnstrecke Hamburg-Schwerin ist nur ein Gleis befahrbar. mehr

Auch in Hamburg hatten die Einsatzkräfte am Donnerstag mit den Folgen des Sturms zu tun: Bis zum Nachmittag wurden 45 wetterbedingte Feuerwehreinsätze gemeldet. Im Stadtteil Rahlstedt zerstörte ein umstürzender Baum den Dachstuhl eines Reihenhauses.

An der niedersächsischen Küste fiel wegen des starken Windes der Fährverkehr zwischen Bensersiel und Langeoog, zwischen Neuharlingersiel und Spiekeroog sowie zwischen Cuxhaven und Helgoland aus.

Auch die Deutsche Bahn warnte vor Beeinträchtigungen - zum Beispiel durch umgestürzte Bäume - im Regionalverkehr in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg.

DWD: Wetterberuhigung ist in Sicht

In ihrer Prognose machte die Meteorologin Andrea Schmidt vom Deutschen Wetterdienst im Gespräch mit NDR.de aber Hoffnung für ein teilweise sonniges Wochenende: "Vor allem der Sonnabend sieht recht gut aus, da scheint häufig die Sonne. Und am Sonntag können die Temperaturen auf bis zu 15 Grad steigen."

Generell werde sich das Wetter nun voraussichtlich beruhigen und in den kommenden Wochen würden Hochdruckphasen die Wetterlage mehr und mehr bestimmen.

Weitere Informationen
Blick auf die Außenalster bei diesigem Wetter © NDR Foto: Eduard Valentin

Wie wird das Wetter im Norden?

Regen? Sonne? Sturm? Hier finden Sie das aktuelle Wetter und die Vorhersage für ganz Norddeutschland. mehr

Fahrzeuge stehen auf einer Autobahn im Stau. © dpa bildfunk Foto: Axel Heimken

Verkehrsmeldungen für Norddeutschland

Staus, Baustellen und Gefahren-Hinweise: aktuelle Meldungen zum Verkehr für Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. mehr

Ein umgestürzter Baum liegt in Hamburg auf einem Auto. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Wer zahlt bei Sturm- und Unwetterschäden?

Ein Sturm deckt das Dach ab, der Keller läuft voll Wasser. Die Folgen eines Unwetters können teuer werden. Verschiedene Versicherungen kommen für die Schäden auf. mehr

Große Welle © picture alliance/ Foto: imageBROKER/Olivier Digoit

Meeresspiegel-Anstieg: Deutsche Küsten in Gefahr?

Fünf Sturmfluten sind seit Montag auf Norddeutschlands Küsten getroffen. Viele Strände sind beschädigt. Die Deiche aber hielten. Experten warnen, dass sich das in Zukunft ändern könnte. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Nachrichten | 12.03.2020 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten

Ein Aufkleber für einen Corona-Virus-Test mit der Aufschrift: COVID-19 SARS-CoV-2 positiv/negativ © image images/Thomas Imo/photothek.net

Corona-Ticker: 2.443 Neuinfektionen im Norden gemeldet

Außer in Bremen stieg in allen norddeutschen Bundesländern der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert weiter an. Mehr Corona-News im Live-Ticker. mehr

Drei Polizisten an den Gleisen in Nordenham © dpa Bildfunk Foto: Sina Schuldt

Nordenham erwartet Castortransport - Polizei vor Ort

Der Atommüll soll nach dem Einlaufen auf Güterwaggons verladen und anschließend ins hessische Biblis gebracht werden. mehr

Schwerin: Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, sitzt vor ihrer Regierungserklärung auf der Regierungsbank und spiegelt sich in einer Plexiglaswand, die als Corona-Schutzmaßnahme errichtet wurde. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner

Corona-Verordnung MV: Viele Verschärfungen, wenige Ausnahmen

Die neuen Regeln gelten von Montag an. Touristen müssen demnach bis Donnerstag aus Mecklenburg-Vorpommern abreisen. mehr

Der Schauspieler Sean Connery. © picture alliance/PA Media/dpa Foto: Danny Lawson
15 Min

Nachruf: James-Bond-Darsteller Sean Connery ist tot

Sir Thomas Sean Connery ist im Alter von 90 Jahren auf den Bahamas gestorben. Er drehte mehr als 50 Filme, James Bond war seine wichtigste Rolle. 15 Min