Geschlossener Spielplatz in Kalifornien © NDR Foto: Katharina Wilhelm

Vom Vorbild zum Krisenherd: Kalifornien und der wachsende Corona-Groll

Sendung: NDR Info Hintergrund | 18.02.2021 | 20:33 Uhr | von Marcus Schuler - Katharina Wilhelm
15 Min | Verfügbar bis 18.02.2022

Die USA haben im Corona-Jahr 2020 unter Ex-Präsident Trump einen politisch oft widersprüchlichen Pandemiekurs gefahren - von Bundesstaat zu Bundesstaat sehr verschieden. Kalifornien galt lange Zeit als Vorbild für eine effiziente Eindämmung des Coronavirus. Denn die kalifornische Regierung reagierte zum Anfang der Pandemie schneller und härter als viele andere US-Staaten. Schulen wurden sofort geschlossen, das öffentliche Leben heruntergefahren, sogar die Traumstrände in Malibu wurden gesperrt. Die Fallzahlen gingen rasch herunter.

Doch seit dem Herbst hat sich alles geändert. Die Zahlen der Corona-Infizierten stiegen rasant an, innerhalb eines Monats um 500.000 auf eine Million. Insgesamt haben sich bereits mehr als drei Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Wissenschaftler glauben, dass es in Kalifornien mittlerweile eine eigene Mutation des Virus gibt. Auch mit dem Impfen geht es im Sonnenstaat nur schleppend voran. Das frustriert viele Bürger - auch dass die Freiheiten im eingeschränkten Corona-Alltag sehr unterschiedlich geregelt werden. Die Filmschaffenden in Hollywood nämlich gelten mittlerweile als essentielle Arbeitskräfte und dürfen ihren Jobs nachgehen, während andere unter den Schließungen leiden.