Ein Satellitenbild zeigt Rauch, der von Bränden im Kernkraftwerk Saporischschja ausfsteigt (Archivbild). © Planet Labs PBC/AP/dp Foto: Planet Labs Pbc

Stromausfall nach Beschuss von AKW Saporischschja

Sendung: Krieg in Europa – das Update zur Lage in der Ukraine | 06.09.2022 | 16:51 Uhr | von Benjamin Kirsch
5 Min | Verfügbar bis 06.09.2023

Nach erneutem Artilleriebeschuss beim südukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja ist es in der nahe gelegenen Stadt Enerhodar zu einem Stromausfall gekommen. Das bestätigten sowohl die russischen Besatzungsbehörden, als auch der aus der Stadt geflohene Bürgermeister Orlow. Einem Besatzungsvertreter zufolge gab es mehrere Einschläge im Bereich des Kraftwerk-Trainingszentrums. Ein Reaktor liefere dennoch weiter Strom für den Eigenbedarf der Kühlsysteme.
Russlands Verteidigungsministerium wirft der Ukraine vor, Saporischschja innerhalb von 24 Stunden 15 Mal mit Artillerie beschossen zu haben. Im Gegenzug macht Kiew die russischen Truppen, die das AKW bereits seit Anfang März besetzen, für fortwährende Angriffe auf das Gelände verantwortlich. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Zuletzt wurde die Veröffentlichung eines Berichts einer Mission der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA unter Leitung von Chef Grossi zum Kraftwerk erwartet.