Stand: 29.09.2019 12:16 Uhr

Oper Kiel zeigt "Ein Amerikaner in Paris"

Gene Kellys Hollywoodklassiker "An American in Paris" hat sechs Oscars gewonnen und ist zum besten Film des Jahres 1951 gekürt worden. Bis das Musical als Bühnenfassung auf dem Broadway in New York aufgeführt wurde, dauerte es bis 2015. Das Opernhaus in Kiel hat am Samstagabend die erstmalige Aufführung des Musicals "Ein Amerikaner in Paris" in Deutschland gefeiert.

von Annafried Stürmer

Paris, im Sommer 1945. Schlaksige Männer stoßen im Café Dutois an schlichten Holztischen auf ihren Feierabend an. Im Hintergrund, über die gesamte Rückwand der Bühne, sind während des ganzen Stücks nacheinander Fotos vom Paris der 1940er-Jahre zu sehen. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, die deutsche Besatzung seit knapp einem Jahr überstanden - langsam fängt das normale Leben wieder an.

Einer der jungen Männer im Café ist der ehemalige amerikanische Soldat Jerry Mulligan. Er hat im Straßengewimmel seine Traumfrau gesehen und beschlossen, als Maler in Paris zu bleiben. "Jerry Mulligan - das ist eine großartige Rolle, die einem alles abverlangt. Ich muss tanzen, spielen, singen - und das alles gleichzeitig. Er ist ein schöner Charakter, weil er sehr spontan ist, sehr lustig und man kann sehr viel rausholen aus dem Charakter", sagt Darsteller Peter Lesiak über seine Rolle.

Erzwungene Liebe und Vorstellungen anderer

Jerry Mulligan lernt den ebenfalls amerikanischen Komponisten Adam Hochberg kennen. Und nur wenig später auch dessen Freund Henri Baurel, den Sohn reicher Pariser Unternehmer. Ohne es voneinander zu wissen, verlieben sich alle drei in dieselbe junge Tänzerin: Lise Dassin, verkörpert von Lynsey Reid.

Bevor Lise Dassin und Jerry Mulligan sich am Ende in die Arme schließen können, müssen sie viele Hindernisse bewältigen: eine Verlobung aus Pflichtgefühl, erzwungene Liebe aus Dankbarkeit und die strikten Vorstellungen anderer.

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Szene aus "Ein Amerikaner in Paris" am Opernhaus Kiel © Theater Kiel/Olaf Struck

"Ein Amerikaner in Paris" am Kieler Opernhaus

"Ein Amerikaner in Paris" war erst ein Orchesterstück aus dem Jahre 1928, bevor es 1951 als Vorlage für einen Film und Jahrzehnte später schließlich zu einem Bühnenstück wurde. Bildergalerie

Sehr gute Sänger und fantastisches Ballett

Die meisten Zuschauer im Saal kennen die Klassiker von George Gershwin und wiegen mit dem Kopf im Takt. Nach zweieinhalb Stunden voll schillernder Ballett- und Step-Choreografien, unzähligen Szenenwechseln und orchestraler, jazziger Gershwin-Musik drängt das Publikum ins Foyer. Den Zuschauern hat es gefallen und sie schwärmen: "Die Sänger waren sehr gut und das Ballett ist fantastisch." - "Super abwechslungsreich, tolle Regie, tolle Choreografie. Mit der beschwingten Musik von Gershwin, das war einfach ein perfekter Abend."

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Ein roter Theatervorhang. © iStock Foto: Chan Pak Kei

Theater auf NDR 1 Welle Nord

Hebt sich auf den Bühnen in Schleswig-Holstein der Vorhang, ist NDR 1 Welle Nord dabei. Reporterin Anina Pommerencke hat sich "Nathan der Weise" am Stadttheater Rendsburg angesehen. mehr

Oper Kiel zeigt "Ein Amerikaner in Paris"

Das Kieler Opernhaus bringt als erstes deutsches Theater den Musical-Film "Ein Amerikaner in Paris" aus dem Jahr 1951 auf die Bühne. Die Songs stammen von George Gershwin.

Art:
Bühne
Datum:
Ende:
Ort:
Opernhaus
Rathaus 4
24103  Kiel
Preis:
10,80 - 69,50
Kartenverkauf:
Rathausplatz 4
24103 Kiel
Eingang Rathausplatzseite
Montag bis Freitags 10.00 bis 18.00 Uhr
Samstag 10.00 bis 13.00 Uhr
Telefon: (0431) 901901
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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassikboulevard | 29.09.2019 | 16:20 Uhr

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