Auf einer Schallplatte liegt Besteck. © NDR

"Ohio" von Crosby, Stills, Nash & Young im Popkocher

Sendung: Nachtclub Popkocher | 12.11.2020 | 23:05 Uhr | von Steeger, Goetz 5 Min

Einer der vielen Neil Young Songs, die politische Position beziehen: sein traurig wütendes Statement aus dem Jahre 1970, als die Nationalgarde im Bundesstaat Ohio 4 Demonstrant*innen erschoss.
Kaum jemand hat mit derartiger Kontinuität in seinen Songs Misstände angeprangert und Stellung bezogen: gegen die Vereinnahmung von Popmusik durch Werbung, gegen den Irakkrieg, gegen Trump und immer wieder gegen Rassismus. Mit seinen Bandmates Crosby, Stills und Nash nahm er im Mai 1970 den Song "Ohio" auf, nachdem er gehört hatte, dass 4 Menschen auf einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg im Campus der Kent State University erschossen worden waren. Seine Empörung brach sich Bahn mit einem monumentalen Riff gespielt von insgesamt drei verzerrten E-Gitarren und einem schweren hypnotischen Groove. Die typischen 4-stimmigen Harmoniegesänge glätten die Wut keineswegs, der Kontrast zu den lauten Gitarren machen den Song umso eindringlicher.