Auf einer Schallplatte liegt Besteck. © Tabor Gus, ww.plainpicture.com Foto: Tabor Gus

Nachtclub ÜberPop: Hits aus dem Computer

Sendung: Nachtclub ÜberPop | 06.12.2020 | 23:05 Uhr | von Cordes, Henning 52 Min

Zu Gast: Alexander Schubert, Komponist und KI-Künstler

Wer braucht in Zukunft noch Musikerinnen und Musiker? Was, wenn es Programme gäbe, die deren Jobs schneller, besser und passgenau abgestimmt auf Stimmung und Geschmack der Hörerinnen und Hörer ausüben könnten? Tatsächlich sind derartige Visionen gar nicht so weit von dem entfernt, was bereits heute möglich ist. Musik-Giganten und Start-Ups, Künstlerinnen und Künstler experimentieren schon lange mit KI-Musik - und ihre Programme werden stetig besser.

Gefüttert mit teils riesigen Musik-Datenbanken schaffen es diese Programme nicht mehr nur, nach vorgegebenen Mustern zum Beispiel Melodien zu erzeugen, sondern sie lernen, eigenständig Melodien zu kombinieren und welche dieser Kombinationen Wohlklang, welche Krach erzeugen. Dennoch geben viele der KI-Tüftler vor, keineswegs darauf zu zielen, die althergebrachte Musikproduktion überflüssig machen zu wollen - auch nicht Musikerinnen und Musiker. Sie sehen in ihren Programmen mehr als potenzielle Hit-Generatoren.