Auf einer Schallplatte liegt Besteck. © Tabor Gus, ww.plainpicture.com Foto: Tabor Gus

Nachtclub Überpop: Corona und die Musikszene #6

NDR Info - Nachtclub ÜberPop -

Seit dem 22. März befasst sich das Team des Nachtclub Überpop jeden Sonntag mit dem Verhältnis von Corona-Krise und Popkultur. In dieser Sendung soll es allerdings weniger um die unmittelbaren Auswirkungen der Schutzmaßnahmen auf die Musikszene gehen. Vielmehr beleuchtet Moderatorin Birgit Reuther einen besonderen Aspekt, den der Kampf gegen das Virus nun verstärkt mit sich bringt: das Phänomen der Maske.

Neben hochwertigem medizinischen Mundschutz halten immer mehr selbstgenähte Alltags- oder sogenannte Behelfsmasken Einzug in das öffentliche Leben. Längst sind die Masken nicht mehr nur klinisch grün, sondern individuell verziert oder professionell designed – von lustigen Tierdrucken über lokalpatriotische Stadtmotive bis zu Logos von Bands und Sportvereinen. Zwischen beflügelter DIY-Kultur und dem neuesten Fashion-Hype ist die Popkultur natürlich nicht weit. Aber wird die Maske im Angesicht von Corona nun erst zu Pop? Oder ist sie schon längst ein popkulturelles Stilmittel? Darüber spricht Moderatorin Birgit Reuther mit Catharina Ruess, ihres Zeichens Modetheoretikerin und Kulturanthropologin sowie Gitarristin, Keyboarderin und Sängerin bei der Shoegaze- und Dreampop-Band Garlands aus Hamburg.


Für ihre Arbeit an der Technischen Universität in Dortmund hat sich Catharina Ruess bereits vor Corona mit dem Thema Masken befasst. Mit dem Ausbruch der Pandemie erhielt ihre Forschung nun noch einmal eine ganz andere Dimension. Das Gespräch führt von der Kulturgeschichte der Maske bis zu berühmten Maskenträgern des Pop wie Michael Jackson und zu subkulturellen Anwendern wie der Band Clinic.

Es geht aber auch um die Frage, was aus der Maske als gängiger Widerstandspraxis wird, wenn aus dem Vermummungverbot nun ein Vermummungsgebot wird. Und wie jede Woche gibt es ein popkulturelles Corona-Update mit Andrea Rothaug von RockCity. Auch der Hamburger Musiker*innen-Verband hat sich mit Mode in Zeiten von Corona beschäftigt und eine Solidaritäts-Kollektion mit passenden Slogans hiesiger Bands herausgebracht. Frei nach dem Motto: „Hauptsache nichts mit Menschen.“

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