Der Songwriter Rufus Wainwright © picture alliance/AP/Invision/ Jordan Strauss Foto: Jordan Strauss

Nachtclub Classics: Rufus Wainwright

Sendung: Nachtclub Classics | 01.08.2020 | 23:05 Uhr | von Reimann, Christoph
55 Min

"Was mir bei diesem Album vorschwebte, war eine Platte wie ein Begleiter durch schwere Zeiten", erzählt Rufus Wainwright, noch vor der Corona-Pandemie. Die Songs auf der Neuveröffentlichung "Unfollow The Rules" drehen sich unter anderem um Hass und Sucht. "Das Ziel war es, Hoffnung zu spenden.

Wainwright ist heute Mitte 40. Lange hat er mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen: mit einem Drogenproblem, das ihn kurzzeitig erblinden lässt, einer konfliktreichen Beziehung zu seinem Vater, dem Folksänger Loudon Wainwright III, und dem Kampf um Anerkennung als schwuler Künstler. Aus dieser Gemengelage entstehen Songs von barocker Opulenz, in denen der beißende Witz nie weit vom Tragischen entfernt liegt. Über die Jahre wendet sich Wainwright immer mehr der Klassik zu. Er komponiert zwei Opern. Vorher schon huldigt er Judy Garland - mit einer Neu-Inszenierung ihres berühmten Konzertes in der New Yorker Carnegie Hall. Wainwright besetzt sich unverhohlen selbst mit der Hauptrolle.

Das Album "Unfollow The Rules" ist nun das erste Pop-Album in acht Jahren. Und obwohl Wainwright darauf seinen Blick nach außen richtet, teilt er ja doch viel über sich selbst mit. Im Interview erzählt er, weshalb er keinen guten Musiklehrer für seine Tochter abgibt, weshalb er der Vogue-Chefin Anna Wintour einen nicht ganz schmeichelhaften Song verpasst hat - und wo seine aktuellen musikalischen Herausforderungen liegen.

In dieser Ausgabe der Nachtclub Classics blicken wir auf Leben und Werk von Rufus Wainwright - mit einem Schwerpunkt auf dem neuen Album "Unfollow The Rules".