Der Trompeter Plunky J. Branch  Foto: Bob Nichols

Nachtclub Classics: Kulturkrieger im Geiste Afrikas

Sendung: Nachtclub Classics | 17.10.2020 | 23:05 Uhr | von Oehmsen, Heinrich 58 Min

Der Afrika-zentrierte Jazz eines Pharoah Sanders beeinflusste die Musik des in Virginia geborenen Trompeters Plunky J. Branch genauso wie Funk und Soul. Branch gründete die Band Oneness of Juju Anfang der 70er-Jahre in San Francisco, sie wurde später Teil der New Yorker Loft-Jazz-Szene. Branch ging dann in seine Heimatstadt Richmond/Virginia zurück, wo er das Black Fire Label gründete, das von 1975 bis 1993 existierte. Darauf brachte er die Musik seiner eigenen Gruppen heraus, aber auch Musik anderer Künstler. "African Rhythms" heißt eine Komposition von ihm, und das ist gleichzeitig auch sein künstlerisches Credo. Perkussiver Soul-Jazz war das Markenzeichen von Oneness of Juju. "Wir interessierten uns sehr für Afrika und wollten unserer Musik einen afrikanischen Spirit geben", sagte Branch über seine Musik. Damit hat er später die Go-Go-Szene in Washington D.C. maßgeblich beeinflusst und ein paar unsterbliche Soul-Jazz-Klassiker geschaffen.