Das Neue Rathaus in Hannover unscharf im Hintergrund im Vordergrund Regentropfen auf der Kameralinse. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Nach der Hitze: Der Norden kühlt zum Wochenbeginn ab

Stand: 21.06.2021 21:58 Uhr

In Teilen Norddeutschlands haben zum Wochenbeginn Gewitter und Starkregen für eine Abkühlung gesorgt. In den kommenden Tagen bleiben die Temperaturen vielerorts unter der 25 Grad-Marke.

Am Montag zog nach Angaben des Deutschem Wetterdienstes (DWD) ein Tief von der Mitte Deutschlands zur Ostsee, wodurch allmählich etwas kühlere Luft nach Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zog. Auch in Mecklenburg-Vorpommern setzte sich laut DWD von Westen her allmählich etwas kühlere Luft durch. Für den Dienstag sind in Niedersachsen und Bremen weiterhin viele Wolken und vereinzelte Gewitter angesagt, in Schleswig-Holstein und Hamburg soll es meist trocken bleiben, in Mecklenburg-Vorpommern am Nachmittag heiter werden.

Dienstag: Höchstwerte um 20 Grad

Die Temperaturen liegen zwischen 16 Grad auf den Inseln und 22 Grad im Harzvorland. Ähnlich sieht es in Schleswig-Holstein aus, wo die Höchstwerte zwischen 16 Grad auf Sylt und 20 Grad im Lauenburgischen liegen sollen. Etwas wärmer wird es dagegen am Dienstag in Mecklenburg-Vorpommern mit Höchstwerten von 20 bis 25 Grad. Dort ist nach Angaben der Meteorologen auch zeitweise mit Sonnenschein zu rechnen.

Experten: Kanalisation für Starkregenfälle nicht ausgelegt

Angesichts der Niederschlagsmengen fordern Experten vom Institut für Rohrleitungsbau in Oldenburg Bürger und Städteplaner zum Umdenken auf. Die teilweise 100 Jahre alte Kanalisation sei für solche Starkregenfälle nicht ausgelegt. Die Experten sind an einem Internationalen Forschungsprojekt beteiligt, das herausfinden will, wie Kommunen wasserfest werden können.

Ist die Rückstauklappe des Hausanschlusses intakt?

Ein Neubau der alten Kanalisation sei zu teuer, sagte Mike Böge vom Institut für Rohrleitungsbau. In Neubaugebieten in Niedersachsen würden bereits Regen- und Abwassersysteme getrennt, was zu einer Entlastung führe. Derzeit seien zu viele Flächen versiegelt, das Wasser habe kaum eine Chance zu versickern, sagte Böge. Er schlägt vor, alte zugeschüttete Wassergräben zu reaktivieren, Dächer zu begrünen und Steingärten zu beseitigen. Er riet Bürgern, kontrollieren zu lassen, ob die Rückstauklappe ihres Hausanschlusses noch intakt ist - dadurch könnte einer Überschwemmung von Kellern vorgebeugt werden.

35,5 Grad: Flughafen Münster/Osnabrück meldet Spitzenwert

An den bislang heißesten Tag des Jahres - den Donnerstag - reichen die Temperaturen so schnell nicht wieder heran. Der DWD hatte mit 35,5 Grad am Flughafen Münster/Osnabrück deutschlandweit den Spitzenwert registriert. Auch Hamburg-Neuwiedenthal (35,3 Grad) sowie Dörpen im Emsland und Celle (je 35,1 Grad) hatten am Donnerstag Tageshöchstwerte jenseits der 35-Grad-Marke gemeldet.

Waldbrandgefahr gesunken

Mit den Niederschlägen ist jetzt auch die Waldbrandgefahr im Norden abgeklungen. Galt am Sonnabend in vielen Teilen Niedersachsens noch die höchste Waldbrandwarnstufe, so gibt es seit Montag für das gesamte Land Entwarnung. Auch in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen zeigte der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes keine Gefahr mehr an. Lediglich im äußersten Südosten von Mecklenburg-Vorpommern zeigte der Gefahrenindex noch Stufe drei bis vier an.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.06.2021 | 13:00 Uhr

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