Mini-Statuen von "Comfort Women" in Seoul, Südkorea. © dpa picture alliance Foto: Yonhap

Koreanische Zwangsprostituierte in japanischen Kriegsbordellen

Sendung: NDR Info Hintergrund | 14.06.2021 | 20:33 Uhr | von Kathrin Erdmann
25 Min | Verfügbar bis 14.06.2022

Im 2. Weltkrieg mussten Koreanerinnen als Prostituierte in japanischen Soldatenbordellen arbeiten. Das sorgt bis heute für Streit.

Schätzungsweise bis zu 200.000 Frauen mussten im Zweiten Weltkrieg bei den kaiserlichen Truppen Japans Liebesdienste leisten. Als Zwangsprostituierte in Soldatenbordellen. Die meisten dieser so genannten Trostfrauen kamen aus der damaligen japanischen Kolonie Korea. Ein für beide Länder hochemotionales, politisiertes Thema mit einem bis heute ungelösten Konflikt.

Südkorea wirft Japan vor, sich bisher nicht ausreichend für diese Kriegsgräuel entschuldigt zu haben. Japan dagegen meint, genügend Entschädigungsleistungen gezahlt zu haben. Dieser Streit erreichte im vergangenen Herbst sogar Deutschland. Als in Berlin ein Mahnmal mit einer koreanischen Trostfrau aufgestellt wurde, versuchte Japan sie mit allen Mitteln entfernen zu lassen. Trotz verschiedener Abkommen scheinen die Gräben zwischen den beiden Staaten tiefer denn je.

Trostfrau "Comfort Women" in Berlin. © dpa picture alliance Foto: Markus Schreiber

Koreanische Zwangsprostituierte in japanischen Kriegsbordellen

"Trostfrauen" heißen Frauen, die während des 2. Weltkriegs in japanischen Bordellen arbeiten mussten. Ein Konfliktthema. mehr